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Wenn sich die Beitragsbemessungsgrenzen (BBG) bei der Sozialversicherung erhöhen, spüren das viele Arbeitnehmer im eigenen Portemonnaie. Bei entsprechendem Einkommen zweigen die SV-Kassen 2018 bis zu 273 Euro jährlich mehr für sich ab. Jetzt stehen die endgültigen BBG-Werte für 2018 fest.

Die Beitragsbemessungsgrenzen (BBG) in der Sozialversicherung werden zum 1.1.2018 weiter erhöht. Der Bundesrat hat der Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2018 in seiner Sitzung am 3.11.2017 zugestimmt. Für Arbeitnehmer, deren Einkommen oberhalb der bisherigen BBG liegt, steigen deshalb die Sozialversicherungsbeiträge, ebenfalls für die Unternehmen.

Beitragsmessungsgrenzen der Kranken- und Pflegeversicherung

Die bundeseinheitliche Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wird von derzeit 4.350 EUR auf 4.425 EUR im Monat (von 52.200 EUR auf 53.100 EUR jährlich) steigen. Für die Pflegeversicherung (PV) gelten die gleichen Werte.

Mehrbelastungen für Unternehmen und Mitarbeiter

Die Anhebung der  GKV-BBG wird Unternehmen und die betroffenen Mitarbeiter bis zu 65,70 EUR jährlich kosten. Der gesetzliche Beitragssatz bleibt mit 7,3 % für Arbeitgeber und Arbeitnehmer stabil. Ob sich die individuellen Krankenkassen-Zusatzbeiträge ändern, ist derzeit noch unklar.
Bei der PV kommen maximal 11,48 EUR für Unternehmen sowie Mitarbeiter(innen) mit Kindern hinzu (Bei MitarbeiterInnen ohne Kinder betragen die Mehrkosten maximal 12,60 EUR). Für Arbeitnehmer in Sachsen gelten andere Werte.

Beitragsbemessungsgrenzen der Renten- und Arbeitslosenversicherung

Die BBG in der Rentenversicherung (RV) und Arbeitslosenversicherung (AV) steigen ebenfalls. Die BBG West wird für 2018

  • auf 6.500 EUR im Monat (bisher: 6.350 EUR) bzw.
  • auf 78.000 EUR im Jahr (bisher 76.200 EUR)

festgesetzt. Hier betragen die maximalen Mehrausgaben für RV und AV gemeinsam bei einem Einkommen oberhalb der bisherigen BBG bis zu 195,30 Euro für Mitarbeiter wie Unternehmen jährlich.
In den neuen Bundesländern gilt 2018 die BBG Ost von

  • monatlich 5.800 EUR (bisher 5.700 EUR) bzw.
  • jährlich 69.600 EUR (bisher 68.400 EUR).

Hier betragen die entsprechenden maximalen Mehrkosten durch RV und AV bei einem Einkommen oberhalb der bisherigen BBG bis zu 195,30 EUR für Mitarbeiter wie Unternehmen jährlich.

Beispielrechnung: Mehrbelastung von 361,91 Euro im Jahr (alte Bundesländer)

Wer als Kinderloser in den alten Bundesländern 78.000 EUR oder mehr im Jahr verdient, hat folgende Mehrbelastung:

Krankenversicherung:

  65,70 EUR

Pflegeversicherung

  12,60 EUR

Rentenversicherung

168,30 EUR

Arbeitslosenversicherung

  27,00 EUR

Summe

273,60 EUR

Die gleiche Belastung hat auch das Unternehmen. Bei stabilen Einkommen in 2017 und 2018 von nicht mehr als 76.200 EUR (West) bzw. 64.800 EUR (Ost) ändern sich die SV-Abzüge nicht.

Schlagworte zum Thema:  Beiträge zur Sozialversicherung

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