Beitragsbemessungsgrenze BBG 2022 Sozialversicherung

Bisher kannten die Beitragsbemessungsgrenzen bei der Sozialversicherung nur eine Richtung: nach oben. In 2022 wird dieser Trend gebrochen. Die BBG in der Kranken- und Pflegeversicherung bleiben stabil. In der Renten- und Arbeitslosenversicherung im Beitragsgebiet West sinken sie sogar leicht. In Verbindung mit der Erhöhung im Beitragsgebiet Ost nähern sich beide BBG weiter an.

SV-Rechengrößenverordnung 2022 als Rechtsgrundlage

Die Beitragsbemessungsgrenzen (BBG) in der Sozialversicherung wurden zum 1.1.2022 unterschiedlich angepasst. Dies geht aus dem Referentenentwurf der Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung vom 6.9.2021 hervor. Der Bundesrat hat der Verordnung am 26.11.2021 zugestimmt.

Für Arbeitnehmer, deren Einkommen oberhalb der bisherigen BBG liegt, steigen deshalb die Sozialversicherungsbeiträge, in gleicher Höhe auch für die Unternehmen.

Beitragsbemessungsgrenze BBG 2022 in der Kranken- und Pflegeversicherung

Die bundeseinheitliche Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bleibt im Jahr 2022 unverändert im Vergleich zum Jahr 2021 bei 4.837,50 EUR monatlich (58.050 EUR jährlich). Für die Pflegeversicherung (PV) gelten die gleichen Werte. Deshalb bleiben die Jahresbeiträge der Arbeitnehmer unverändert.

Beitragsbemessungsgrenze BBG 2022 in der Renten- und Arbeitslosenversicherung

Die BBG in der Rentenversicherung (RV) und Arbeitslosenversicherung (AV) entwickeln sich in unterschiedliche Richtungen. Die BBG West sinkt im Vergleich zu 2021 und wird für 2022

  • auf 7.050 EUR im Monat (bisher: 7.100 EUR) bzw.
  • auf 84.600 EUR im Jahr (bisher 85.200 EUR)

festgesetzt. 

In den neuen Bundesländern dagegen steigen die BBG Ost 2022 von

  • monatlich 6.750 EUR (bisher 6.450 EUR) bzw.
  • jährlich 81.000 EUR (bisher 77.400 EUR).

Damit bleiben die