Compliance-Teams setzen sich oft aus Spezialisten zusammen. Was sie eint sind Methoden und Vorgehensweisen. Bild: PHOTOMORPHIC PTE. LTD.

Compliance "leben" heisst Compliance implementieren. Die treibenden Kräfte sind die Compliance-Verantwortlichen. Doch ohne Mitarbeiter geht nichts. Damit die Compliance-Vorgaben tatsächlich von jedem Mitarbeiter umgesetzt werden, bedarf es vieler Trainings, Workshops und ständiger Kommunikation.

Neben Überwachungstätigkeiten gehören die Ausarbeitung und Aktualisierung von Richtlinien sowie die Durchführung von Schulungen zu den Hauptaufgaben von Compliance-Verantwortlichen.

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Compliance implementieren - Transfer von Compliance-Richtlinien in die Sprache der Organisation

Die überwiegende Mehrheit deutscher Unternehmen fasst die wichtigsten Compliance-Grundsätze in Compliance-Richtlinien zusammen. Mehr als acht von zehn Unternehmen verfügen zwischenzeitlich über einen Code of Conduct oder Compliance-Verhaltensrichtlinien (Compliance Barometer 2016). Die Schwerpunktsetzung ist dabei je nach Unternehmensausrichtung sehr unterschiedlich. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil der Unternehmen, die über einen Code of Conduct oder Compliance-Richtlinien verfügen, nochmals gestiegen. Auch dies deutet auf die gestiegene Bedeutung von Compliance-Managementsystemen in Unternehmen hin.

Aber Papier ist bekanntlich geduldig: Die besten Compliance-Richtlinien allein reichen nicht. Damit die internen Vorgaben tatsächlich von jedem Mitarbeiter umgesetzt werden, bedarf es vieler Trainings, Workshops und ständiger Kommunikation vom Management (Tone from the Top).

Eine Hauptaufgabe von Compliance-Verantwortlichen: Bewußtseinsbildung

Die regelmäßige Durchführung von Compliance-Schulungen für Mitarbeiter und deren Dokumentation sind von wesentlicher Bedeutung.  Unabhängig von der Größe des Unternehmens haben im Jahr 2016 mehr als zwei Drittel der befragten Unternehmen ein Schulungsprogramm für Mitarbeiter aufgebaut (Compliance Barometer 2016).

Schulungen zielen gemeinhin sowohl auf die Aufklärung von Risiken, als auch auf die richtige Umsetzung der Compliance-Richtlinien ab. Fragt man Unternehmen mit einem internen Schulungsprogramm, schulen zwei Drittel der Befragten ihre Mitarbeiter mindestens einmal im Jahr.

Der Anstieg bei Schulungsprogrammen ist als deutliches Zeichen dafür zu werten, dass Unternehmen dem Thema Compliance zwischenzeitlich mehr Bedeutung beimessen und Compliance-Trainings als zentrales Element eines Compliance-Managementsystems erkannt haben. Der Wert ist um 23 Prozent auf 69 Prozent im Jahr 2016 gestiegen (Compliance Barometer 2016).

Compliance-Verantwortliche können gute Arbeit leisten, wenn man sie lässt

Es kommt nicht darauf an, in welcher Abteilung die Compliance-Verantwortlichen im Unternehmen tätig sind. Wichtig sind die ausreichende Ausstattung mit Ressourcen und Knowhow sowie die fortwährende Compliance-Kommunikation.

Nur so können sie ihren wesentlichen Aufgaben, wie die Arbeit an Richtlinien, Prüfung von Compliance-relevanten Sachverhalten, Überwachung von Prozessen und Mitarbeiterschulungen, effektiv nachkommen.

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