Wie Online-Mediennutzung nicht zum Digital-Stress ausartet
„Informationsflut. Gestaltungsansätze für Betriebe“ nennt sich eine im Sommer 2025 publizierte Handreichung der BAuA. Sie soll den Beschäftigten und Arbeitgebern zeigen, wie ein besserer Umgang mit den nahezu unbeschränkt vielen Informationen des Internets so zu gestalten ist, dass dadurch Stress, Hektik und Mehrarbeit vermieden werden.
Nicht nur für Experten und Führungskräfte
Die Handlungshilfe richtet sich vornehmlich an die Akteure im Unternehmen, die sich mit der Arbeitsgestaltung auseinandersetzen. Hierzu zählen Führungskräfte, Mitarbeitende der Personalabteilung, des betrieblichen Gesundheitsmanagements oder der Organisationsentwicklung, Fachkräfte für Arbeitssicherheit sowie Betriebsärzte. Allerdings stehen entgegen des Broschürentitels nicht nur die betriebliche Organisation der Informationssteuerung im Mittelpunkt, sondern darüber hinaus auch individuelle Selbsthilfestrategien für die Beschäftigten. Etwa durch Selbstmanagement oder der Planung von Erreichbarkeiten zu einer Reduzierung und sinnvollen Lenkung der Informationen zu kommen.
Beispiel „Situational Awareness“
Zu diesen persönlichen Lösungswegen, um die Informationsflut im Büro in den Griff zu bekommen, gehört die Schärfung der „Situational Awareness“ (Situationsbewusstsein). Bei der Arbeit mit digitalen Medien sollten Beschäftigte ihren Umgang mit digital vermittelten Informationen reflektieren und aus den gemachten Erfahrungen lernen. Ist das Verhalten geeignet, um die Arbeitsziele zu erreichen? Wie wirkt sich der eigene Umgang mit Informationen auf andere Personen, wie Kollegen und Vorgesetzte, aus? Die Broschüre gibt unter anderem folgende Antworten: Beschäftigte sollten konsequent abwägen, ob eine Information für einen Kollegen oder die Führungskraft tatsächlich notwendig ist. Werden klare Erwartungen an den Empfänger formuliert, kann die Qualität der Informationen in der Antwort erhöht werden. Ebenfalls kann Feedback an die Kollegen helfen, künftig unnötig wiederholte bzw. überflüssige Informationen (Redundanz) oder bedeutungslose Informationen (Irrelevanz) zu vermeiden.
-
Ist der Arbeitgeber zur Getränkeversorgung am Arbeitsplatz verpflichtet – wenn ja, wann?
1.887
-
Bildschirmbrille: Fragen und Antworten
1.282
-
ISO 3941:2026: Neue Brandklasse L für Lithium-Brände
626
-
Arbeitsmedizinische Vorsorge: Pflicht oder freiwillig?
577
-
Wiedereingliederung - was ist zu beachten?
5561
-
Arbeitsstättenverordnung: Wann ist ein Pausenraum Pflicht?
289
-
Drei-Schicht-System: Grundlagen, Funktionsweise und Arbeitsschutz
167
-
Wenn ein Mitarbeiter nachts nicht mehr arbeiten darf
155
-
Was tun, wenn der Frosch nicht verschwinden will
129
-
Wutausbrüchen am Arbeitsplatz souverän begegnen
123
-
Was tun, wenn die körperlichen Beschwerden am Arbeitsplatz zunehmen
21.07.2026
-
Ikea führt „Stille Stunde“ deutschlandweit ein
14.07.2026
-
Erfolgreich BEM-Gespräche führen
13.07.2026
-
Gefahrstoffverordnung 2025: Strengere Regeln für den Umgang mit Asbest
09.07.2026
-
Wie Unternehmen sich besser auf den Klimawandel vorbereiten können
06.07.2026
-
BAuA-Handbuch Gefährdungsbeurteilung: Alle Neuerungen im Überblick
03.07.2026
-
KI am Arbeitsplatz: Chancen und Herausforderungen
24.06.2026
-
Wie KI Hautschäden schneller erkennt und verhindert
15.06.2026
-
Neue Biomonitoring-Methode deckt Phthalat-Belastungen auf
10.06.2026
-
Wie Geräusche die Arbeitsleistung beeinflussen
05.06.2026