Wer Grippe hat, sollte besser zu Hause bleiben Bild: Haufe Online Redaktion

Die Grippewelle rollt übers Land! Und damit das Risiko, sich damit anzustecken. Warum? Weil mehr als 75 % der Erkrankten nicht zu Hause bleiben, sondern die Viren am Arbeitsplatz verteilen.

Laut Robert-Koch-Institut ist die Hochzeit für Grippeerkrankungen von Mitte Januar bis Ende März, also zum Ende des Winters. Denn nach einigen Wochen nass-kaltem Wetter und trockener Heizungsluft ist das Immunsystem bei den meisten geschwächt. Dann können die Krankheitserreger leicht zuschlagen, vor allem in geschlossenen, schlecht belüfteten Räumen, in denen sich viele Menschen begegnen.

Warum kann man der Grippe am Arbeitsplatz so schwer entgehen?

Laut einer Umfrage des Gewerkschaftsbundes DGB gehen über 75 % der Beschäftigten trotz einer Grippe oder eines grippalen Infekts zur Arbeit. Am Arbeitsplatz, aber auch auf dem Weg dorthin und zurück, z. B. in überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln, hinterlassen sie Krankheitserreger, wenn sie niesen oder husten.

Wer eine starke Erkältung, einen grippalen Infekt oder eine Grippe hat, braucht Ruhe und sollte nur mit wenigen Personen Kontakt haben. Deshalb sind z. B. Großraumbüros besonders bevorzugte Umgebungen, um sich anzustecken, so die FAZ. Da wuselt es von Menschen und somit auch von Krankheitserregern.

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Großraumbüros und flexible Bürowelten machen es den Viren einfach, dass die Zahl der Grippefälle Jahr für Jahr steigt. Und auch die Zahl der Krankentage bei den Beschäftigten nimmt zu.

Warum gehen so viele krank zur Arbeit?

Interessant ist auch, was zum falsch verstandenen Pflichtgefühl führt. Rund 75 % der Beschäftigten, die krank zur Arbeit kommen, sind in medizinischen bzw. Gesundheitsberufen tätig. Ihre Arbeit als Fachkraft lässt sich nicht so einfach von anderen durchführen.

Aber auch 50 % der Lehrer und Verwaltungsangestellten bleiben nicht zu Hause, obwohl sie eigentlich ins Bett gehörten und sie einen sicheren Arbeitsplatz haben. Sie scheinen sich für unersetzlich und/oder besonders stark zu halten.

Im Großraumbüro treibt der soziale Druck wohl so manchen mit schniefender Nase an den Schreibtisch.

Warum man mit Grippe nicht zur Arbeit gehen sollte

Es gibt viele Gründe, warum es besser wäre, sich zu Hause auszukurieren:

  • Wer krank ist, arbeitet nicht effizient.
  • Wer krank arbeiten geht, schadet seiner Gesundheit. Die Genesung dauert länger und es können sich chronische Leiden entwickeln.
  • Wer immer wieder mit einem Infekt arbeiten geht, ist anfälliger für psychische Erkrankungen wie z. B. Burnout.

Wer mit einer starken Erkältung oder einer Grippe arbeitet,

  • tut das mit verminderter Arbeitsproduktivität,
  • macht mehr Fehler,
  • hat ein höheres Unfallrisiko und
  • belastet Kollegen und das Unternehmen.

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Schlagworte zum Thema:  Grippe, Präsentismus

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