17.10.2013 | Unfallrisiko

Gefährliches Hantieren während der Autofahrt

Rasieren ist während der Autofahrt nicht zu empfehlen.
Bild: PhotoDisc Inc.

Kaum mehr vorstellbar: Wer Auto fährt, sitzt im Auto, führt das Fahrzeug und tut sonst nichts. Und auch das ist kaum mehr denkbar: Wer telefoniert, sitzt dabei in einem Zimmer zu Hause oder im Büro. Heute fährt man Auto und telefoniert dabei. Eine gefährliche Kombination.

Beim Autofahren gibt es die unterschiedlichsten Ablenkungen: Essen, Kaffeetrinken, Sich schminken, Rauchen – immer sind die Hände beschäftigt und nicht am Lenkrad, wo sie hingehören. Das ist beim Radiohören, aufs Navi Achten oder Telefonieren mit Freisprechanlage zwar anders. Doch fürs Autofahren braucht es mehr als nur beide Hände am Steuerrad.

Autofahren braucht volle Aufmerksamkeit

Ein Fahrzeug zu führen braucht unsere volle Aufmerksamkeit, auch wenn sich das manchmal nicht so anfühlt. Wenn wir etwas nebenbei mit den Händen tun, aufs Navi schauen oder laut Musik hören, sind wir abgelenkt. Auch Gespräche können stören, denn wir sind dann mit den Gedanken woanders.

Telefonieren mit der Freisprechanlage wird falsch eingeschätzt

Ein Beifahrer merkt, wenn wir die Aufmerksamkeit auf den Verkehr richten müssen. Er denkt vielleicht sogar mit und macht auf eine kritische Situationen aufmerksam. Musik oder einen Radiosprecher können wir gedanklich ausblenden. Doch die Risiken beim Telefonieren unterschätzen wir.

Bei einem Anruf befindet sich der Gesprächspartner in einer völlig anderen Situation als der Fahrer. Sie fordern immer eine enorme Denkleistung. Handelt es sich zudem um emotionale Themen, kann sich das auf die Reaktionszeit auswirken. Besonders gefährlich sind deshalb Telefonate mit komplexen Inhalten oder emotionalen Belastungen. Verschiedene internationale Studien belegen, dass die Ablenkung durch fahrfremde Tätigkeiten das Unfallrisiko immer um ein Vielfaches erhöht.

Unfallrisiko reduzieren - Tipps für eine ungestörte Fahrt

Der Beitrag Telefonieren, Hantieren & Co. während des Autofahrens in der Zeitschrift Akzente gibt Tipps, wie man es besser machen kann. Hier einige Beispiele:

  • Alle Telefonate und Terminabstimmungen vor Fahrtbeginn erledigen.

  • Rufumleitung zur Zentrale während der Fahrt einschalten.

  • Anrufe auf den Anrufbeantworter laufen lassen. Mit der Ansage dem Anrufer mitteilen, dass man gerade Auto fährt und zurückruft.

  • Das Motto einführen: Motor an – Telefon aus.

  • Keine Kollegen anrufen, die gerade für die Firma mit dem Auto unterwegs sind.

Multitasking stresst. Mehr dazu hier.

Schlagworte zum Thema:  Dienstwagen, Auto, Unfallursache, Unfallverhütung, Multitasking

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