| Resilienz stärken

Psychischen Belastungen entgegenwirken durch das Zürcher Ressourcen Modell

Innere Bilder können psychischen Belastungen entgegenwirken.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Ein Bild, ein Satz, eine Körperbewegung: das Zürcher Ressourcen Modell stärkt die Resilienz. So kann psychischen Belastungen entgegengewirkt und Burnout vorgebeugt werden.

Das Zürcher Ressourcen Modell (ZRM) ist ein Selbstmanagement-Training, das in den 90er-Jahren entwickelt wurde. Es baut auf Erkenntnissen der Neurowissenschaften auf und wird in Beratung, Training oder Coaching eingesetzt.

Mit ZMR lassen sich positive Ressourcen aktivieren. Das Training macht stark, damit schwierige Situationen gesund überstanden werden können.

Zürcher Ressourcen Modell: Motto-Ziel beschreibt die gewünschte innere Haltung

Stark vereinfacht lässt sich das Selbstmanagement-Training ZRM so beschreiben: Zu einem selbst gewählten Bild gilt es ein Motto-Ziel zu formulieren, das in der Wortwahl der Bilderwelt entspricht. Dieser kurze Satz beschreibt die gewünschte innere Haltung. Zum Bild eines Adlers könnte der Satz z. B. lauten: „Ich gleite im warmen Aufwind.“

Selbstmanagement: Erinnerungshilfen unterstützen den Veränderungsprozess

Bild und Satz sollen helfen, das eigene Verhalten zu ändern und das Ziel zu erreichen. Als Erinnerungshilfen wird dafür beispielsweise eine Feder auf den Schreibtisch gelegt oder das Bild des Adlers als Hintergrund auf dem Computermonitor installiert.

Annahme beim Zürcher Ressourcen Modell: Köperhaltung beeinflusst die Gefühle

Die Körperhaltung beeinflusst, wie man sich fühlt. Diesen Zusammenhang zwischen Körper und Psyche bezeichnet die Wissenschaft mit dem Begriff Embodiment. Deshalb übt man beim ZRM-Training auch eine zum Ziel passende Körperbewegung ein. Das kann beispielsweise eine Handbewegung oder das Anheben des Kopfes mit dem Blick in die Ferne sein.

Gutes Gefühl wird ausgelöst und neues Verhaltensmuster automatisiert

Bild und Motto-Ziel sind so ausgewählt, dass sie der Person von Anfang an ein gutes Gefühl vermitteln. Erinnerungshilfen und Körperbewegung – alle positiven Ressourcen zusammen – wirken unbewusst. Die Wirkung lässt sich körperlich wahrnehmen, etwa durch eine Leichtigkeit in der Brustgegend, eine angenehme Wärme im Körper, ein Frischegefühl im Kopf oder sogar sichtbar durch ein Lächeln auf den Lippen.

Schon nach einigen wenigen Malen lässt sich eine Veränderung feststellen. Es fällt einem leichter, schwierige Situationen souverän zu meistern und dabei bei sich zu bleiben. Innerhalb von etwa 3 Monaten sind die neuen Verhaltensmuster automatisiert.

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Schlagworte zum Thema:  Psychische Belastung, Burnout, Burn-out-Syndrom, Überlastung, Resilienz

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