Mit Training und Coaching gegen psychische Belastungen
Ein offenes Ohr und eine große Portion Empathie sind Grundvoraussetzungen für Beschäftigte in der Pflege. Doch nicht immer gelingt es, sich von dem Gehörten und den Eindrücken abzugrenzen. Immer schwerer fällt dann das Loslassen, Ab- und Entspannen. Für Entlastung soll ein neues Konzept in der Pflege sorgen.
Von der Universität in die Praxis der stationären Pflege
Ziel des Konzeptes ist es, negative Folgen emotionaler Belastung zu vermeiden. Dies soll in Form von kurzfristigen Trainings sowie von langfristigem Coaching erfolgen. Das Konzept wurde von der Universität Duisburg-Essen (UDE) entwickelt. Die Uniklinik Köln und das Unternehmen für Intensivpflege "Die Mobile" setzen es in der stationären Pflege um. Außerdem sollen zusätzliche Trainer und Coaches geschult werden, um das Konzept weiter verbreiten zu können.
Emotionale Belastungsfolgen durch frühzeitige Prävention vermeiden
Empathie ist sowohl wichtiges Instrument für den Umgang mit Patienten, als auch mögliche Quelle für psychische Belastungen. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass emotionale Belastungsfolgen am besten durch frühzeitige Prävention vermieden werden können. Neben dem Trainings- und Coachingangebot soll es deshalb auch Umsetzungshinweise geben, mit denen Institutionen dauerhaft gesunde Arbeitsbedingungen schaffen können. Damit soll sich Deutschlands Pflegekultur nachhaltig verändern.
Eine Pflegekultur mit zeitgemäßen Arbeitsbedingungen
Eine Veränderung der Pflegekultur ist dringend notwendig. Der demografische Wandel, der Fachkräftemangel sowie die hohe Fluktuation in der Pflege wirken sich zurzeit besonders hart auf das in der Pflege dauerhaft tätige Personal aus. Sie können jedoch nur mit personeller Unterstützung rechnen, wenn der Pflegeberuf mit zeitgemäßen Arbeitsbedingungen attraktiver wird.
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