| Infobroschüre

Berufsunfähigkeit bei Pflegekräften

Das Risiko für Berufsunfähigkeit ist in Pflegeberufen besonders hoch
Bild: Haufe Online Redaktion

Wer in der Pflege arbeitet, ist hohen körperlichen und seelischen Belastungen ausgesetzt. Um die Arbeit Tag für Tag bewältigen zu können und dabei gesund zu bleiben, spielt die Prävention eine wichtige Rolle. Die Infobroschüre „Risiko Berufsunfähigkeit - Wenn Pflegen krank macht“ nennt, worauf dabei zu achten ist.

Wer in der Kranken- und Altenpflege tätig ist, macht dies meist mit großem Engagement. Nicht selten gehen die Pflegekräfte dabei über ihre eigenen Grenzen. Das mag ein paar Jahre gut gehen, aber irgendwann ist es zu viel. Doch dann ist es oft zu spät und es kommt zum Ausstieg aus dem Beruf – freiwillig oder gezwungenermaßen wegen Berufsunfähigkeit.

Pflege ist ein Beruf mit Zukunft, der bisher noch zu wenig Wertschätzung erfährt

Pflege ist ein Beruf mit Zukunft, denn die Bevölkerung wird immer älter und mit dem Altern nehmen Krankheiten und Pflegebedürftigkeit zu. Doch Wertschätzung und Bezahlung sind in der Pflegebranche oft sehr gering.

Körperliche und seelische Belastungen gefährden die Gesundheit

In der Pflege gibt es Belastungsschwerpunkte, die für die Gesundheit besonders kritisch sein können. Dazu zählen:

  • Hauterkrankungen durch den ständigen Kontakt mit Reinigungs- und Desinfektionsmitteln,
  • Rücken- und Gelenkbeschwerden durch das häufige Heben der Pflegebedürftigen,
  • Burnout durch Überforderung, hohe Ansprüche, Stress und Zeitdruck,
  • emotionale Belastung, durch die Konfrontation mit Themen, wie Einsamkeit, Leid und Tod,
  • Infektionen durch das erhöhte Ansteckungsrisiko in Kliniken und Pflegeheimen.

Vor jeder negativen Belastung kann man sich mit präventiven Maßnahmen schützen

Prävention ist keine einmalige Angelegenheit. Sie muss Teil des beruflichen Alltags sein und besonders gefördert werden, u. a. durch

  • regelmäßige Schulungen zum eigenen Hautschutz und zu Hygienemaßnahmen im Umgang mit Pflegebedürftigen,
  • Impfungen gegen Infektionskrankheiten,
  • Überprüfung der Arbeitsorganisation und -abläufe mit dem Ziel, die Pflegekräfte zu entlasten,
  • Pausen an störungsfreien Orten,
  • Workshops zur eigenen Körperwahrnehmung, um den Zusammenhang zwischen Belastungen und Körpersignalen kennenzulernen,
  • Kurse zum Umgang mit den eigenen Grenzen und dem Gefühl, Pflegebedürftige oder Kollegen im Stich zu lassen.

Finanzielle Absicherung bei Krankheit und Berufsunfähigkeit

Die Broschüre wurde von der Vermittlungsgesellschaft finanzen.de herausgegeben. So ist ein Kapitel auch der Berufsunfähigkeitsversicherung für Pflegekräfte gewidmet. Zudem wird u. a. auf die Themen Entgeltfortzahlung und Krankengeld sowie auf die Erwerbsminderungsrente eingegangen.

Schlagworte zum Thema:  Pflege, Gesundheit, Berufsunfähigkeit, Arbeitsschutz

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