16.10.2014 | Burnoutprävention für Führungskräfte

Lebensfreude und Achtsamkeit entdecken

Lebensfreude statt Burnout
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Lebensfreude entwickeln besonders diejenigen, die gut für die eigenen Bedürfnisse sorgen und dadurch mit ihrer Lebensführung zufrieden sind. Wer sollte Sie daran hindern, wenn Sie das wirklich wollen?

Das Drama vieler leistungsfokussierter Menschen ist, dass sie denken, man muss etwas leisten, um geliebt zu werden. Sie ziehen ihre Daseinsberechtigung daraus, für andere da zu sein – oder sogar für andere da sein zu müssen, um da sein zu dürfen. Sinn und Wert des eigenen Lebens werden also an das persönliche Funktionieren gebunden. Das kann fatale Folgen haben für die Lebensführung und die Lebensqualität des Betroffenen.

Sorgen Sie für sich, das ist die beste Prävention gegen Burnout

Eine der besten Methoden, um Burnout vorzubeugen, ist, gut für sich selbst zu sorgen, indem man seine Bedürfnisse wahrnimmt und dann in einer adäquaten Weise dafür sorgt, sie zuzulassen und umzusetzen.

Burnout-Betroffene sind Experten im „Funktionieren“

Jeder Burnout-Betroffene und jeder massiv dauerhaft erschöpfte Mensch ist ein Spezialist dafür, dauerhaft zu funktionieren, ohne das eigene Leiden zu spüren. Diese Fähigkeit kann für eine gewisse Zeit sinnvoll und nützlich sein, aber sie sollte zeitlich begrenzt sein. Auf den Weg zu einer Lebensführung, die Freude bereitet und vom betroffenen Menschen selbst als sinnvoll erachtet wird, sollte immer wieder zurückgefunden werden .

Lebensfreude als Maxime der Lebensführung

Wer in seiner Lebensführung für sich sorgt, indem er gut für seine Bedürfnisse sorgt und sich selbst und anderen bestimmte Grenzen setzt, kann viel Lebensfreude erleben. Derjenige wird kaum Gefahr laufen, durch viel Arbeit eine massive, dauerhafte Erschöpfung im Sinne von Burnout zu erleben.

Eigene Bedürfnisse wahrzunehmen kann durch Achtsamkeitsübungen erleichtert werden

In der Zusammenarbeit mit Burnout Betroffenen ist erkennbar, dass sie insbesondere am Tiefpunkt ihrer Erschöpfung kaum benennen können, was ihnen gut und was ihnen nicht gut tut.

Deshalb ist ein wichtiger Baustein in der Burnoutprävention, dass Menschen, die bei sich selbst oder anderen erkennen, dass nur rudimentär eigene Bedürfnisse wahrgenommen werden können, entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen. Zur Stärkung der Wahrnehmung eigener Bedürfnisse bietet sich dabei ein Achtsamkeitstraining an.

„Tut mir das gut?“ statt „funktioniere ich richtig?“

Wichtig ist, dass ein Burnout-Gefährdeter nicht mehr vor allem nach den Fragen lebt: „Schaffe ich das? Funktioniere ich richtig? Erreiche ich das Ziel? Mache ich das richtig?“, sondern verstärkt und kontinuierlich Fragen folgt wie: „Tut mir das gut? Was möchte ich mir heute Gutes tun? Auf was habe ich heute Lust? Was tue ich mir heute Gutes?“

Burnoutprävention für Führungskräfte

Das Buch "Burnoutprävention für Führungskräfte" unterstützt Sie dabei, Strategien zur Burnoutprävention und für ein funktionierendes Gesundheitsmanagement in Ihrem Unternehmen zu entwickeln. Der Autor Dr. Michael Spreiter gibt Tipps zur persönlichen Gesundheitsvorsorge und zur gesundheitsbewussten Mitarbeiterführung.

Schlagworte zum Thema:  Stressmanagement, Burnout, Führungskräfte, Führungskraft, Achtsamkeit

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