Arbeits- und Wegeunfälle

Arbeitsunfälle 2025 auf neuem Tiefstand – jedoch mehr Wegeunfälle

Aus den von der DGUV vorgestellten Unfallzahlen für 2025 wird einmal mehr deutlich, dass Unfälle am Arbeitsplatz auch dank immer besserer Prävention weiter zurückgehen. 

Rettungsdienst_Einsatzkraft_in_Schutzkleidung

Das Unfallrisiko bei der Arbeit ist 2025 weiter zurückgegangen. Das geht aus den Unfallzahlen hervor, die die DGUV am 22. September 2026 veröffentlicht hat. Laut den Geschäfts- und Rechnungsergebnissen der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen ereigneten sich je 1.000 Vollzeitäquivalente demnach 19,9 meldepflichtige Unfälle bei der Arbeit, das entspricht einem Rückgang um 3,2 Prozent im Vergleich zu 2024. Bei den meldepflichtigen Wegeunfällen, d. h. auf den Wegen zur und von der Arbeit, gab es dagegen einen leichten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. 

Zahlen und Trends

Die wichtigsten Daten und Entwicklungen der DGUV:

  • Deutlicher Rückgang bei Arbeitsunfällen: Die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle sank auf 730.573, ein Minus von 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
  • Tödliche Arbeitsunfälle auf Tiefstand: Am Arbeitsplatz verloren 328 Menschen ihr Leben.
  • Unfallursachen: Der Kontrollverlust über Werkzeuge oder Gegenstände war der häufigste Grund für Verletzungen, gefolgt von Stolper-, Rutsch- und Sturzunfällen. Tödliche Unfälle passierten meist durch den Kontrollverlust über Fahrzeuge.
  • Mehr Wegeunfälle: Während es in den Betrieben sicherer wurde, stieg die Zahl der Unfälle auf dem Weg zur Arbeit oder zurück nach Hause leicht an. Es wurden 175.142 meldepflichtige Wegeunfälle registriert, das sind 1 Prozent mehr als im Vorjahr. Auf den Arbeitswegen verunglückten 237 Menschen tödlich.
  • Anerkennungen bei Berufskrankheiten rückläufig: Es wurden 24.340 Fälle anerkannt, das sind 9,25 Prozent weniger als im Vorjahr. Grund dafür ist das Abflauen der COVID-19-Meldewelle aus der Pandemiezeit. Am häufigsten anerkannt wurde lärmbedingte Schwerhörigkeit (9.819 Fälle), gefolgt von Hautkrebs durch natürliche UV-Strahlung (3.899 Fälle) und Infektionskrankheiten (2.656 Fälle, meist COVID-19).

Lohn für Präventionsarbeit

Für die Berufsgenossenschaft sind die guten Zahlen auch ein Ausdruck ihrer intensiven Präventionsarbeit. Im Jahr 2025 investierte die BG RCI rund 135 Millionen Euro in die Verhütung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren. Davon entfielen 17 Millionen Euro auf die Qualifizierung. Insgesamt nahmen 27.746 Personen an den zielgruppenorientierten und fachspezifischen Bildungsangeboten der Berufsgenossenschaft teil.

 

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Schlagworte zum Thema:  DGUV , Wegeunfall , Arbeitsunfall
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