Stiftung & Co. KG: Keine gewerblich geprägte Personengesellschaft

Das FG Münster hat entschieden, dass eine Stiftung & Co. KG nicht als gewerblich geprägte Personengesellschaft anzusehen ist. Die Kommanditanteile stellen daher kein begünstigtes Betriebsvermögen im Sinne von § 13a ErbStG dar.

An einer KG, deren Unternehmensgegenstand die Verwaltung eigenen und fremden Vermögens ist, ist als alleinige persönlich haftende Gesellschafterin eine Stiftung beteiligt. Im Jahr 2013 starb der bis zu dem Zeitpunkt einzige Kommanditist. Zwei Kommanditisten sind daraufhin im Wege der Sondererbfolge sind eingetreten.

Kommanditanteile sind kein begünstigtes Betriebsvermögen

Strittig war nun, ob die erworbenen Anteile begünstigtes Betriebsvermögen nach § 13a ErbStG sind. Die Kläger vertraten die Auffassung, dass eine Stiftung und Co. KG mit einer GmbH & Co. KG gleichzusetzen sei und der Kommanditanteil deshalb Betriebsvermögen darstelle. Diese Ansicht teilten weder das Finanzamt noch das FG Münster.

Beim BFH ist die Revision unter dem Az. II R 9/20 anhängig.

FG Münster, Urteil v. 27.2.2020, 3 K 3593/16 F, veröffentlicht am 15.5.2020

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