Hundezüchter können Unternehmer sein

Das FG Münster hat Stellung genommen zu den Voraussetzungen, unter denen eine Hundezüchterin zur umsatzsteuerpflichtigen Unternehmerin wird.

Zucht und Hundeverkäufe

Vor dem FG Münster wurde der Fall einer Hundezüchterin verhandelt. Die Hunde einer bestimmten Rasse wurden im Privathaus gezüchtet und unter anderem auf einer Homepage zum Verkauf angeboten. Die Hundezüchterin ist Mitglied im Verband Deutscher Hundezüchter, der unter dem Deutschen Dachverband des Hundewesens organisiert ist und richtete sich nach gewissen Zuchtregularien.

Umsatzsteuerpflichtige Erlöse

Durch die Hundeverkäufe wurden Erlöse oberhalb der Kleinunternehmergrenze erzielt. Das Finanzamt setzte Umsatzsteuer fest. Die Klägerin war damit nicht einverstanden und wies darauf hin, die Hundezucht stelle ertragsteuerlich Liebhaberei dar. Die Klage war erfolglos. Das FG Münster behandelte die Hundezüchterin als Unternehmerin. Beim BFH ist die Nichtzulassungsbeschwerde unter Az. XI B 33/21 anhängig.

FG Münster, Urteil v. 25.3.2021, 5 K 3037/19 U, veröffentlicht mit Mai-Newsletter des FG Münsters

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