17.01.2014 | FG Pressemitteilung

Doppelte Haushaltsführung bei Mitbenutzung der Zweitwohnung durch Angehörige

Kosten für die Wohnung waren nicht abzugsfähig
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Kosten für eine Wohnung am Beschäftigungsort sind nicht beruflich veranlasst, wenn diese zugleich von einem unterhaltsberechtigten Angehörigen mitgenutzt wird.

Die Kläger unterhielten eine Wohnung an ihrem Hauptwohnsitz und eine weitere 75 m² große Wohnung am Beschäftigungsort des Klägers, die dieser nutzte, wenn er sich dort aus beruflichen Gründen aufhielt. In dieser Wohnung lebte zugleich auch die erwachsene Tochter der Kläger, die ihr Studium bereits abgeschlossen hatte, aber im Streitjahr noch nicht über ein eigenes Einkommen verfügte. Von den erklärten Aufwendungen für eine doppelte Haushaltsführung erkannte der Beklagte lediglich die Fahrtkosten, nicht jedoch die Kosten für die Wohnung an.

Das FG die hiergegen erhobene Klage ab. Einer Berücksichtigung im Rahmen der doppelten Haushaltsführung stehe die fehlende berufliche Veranlassung dieser Kosten entgegen. Die ganzjährige Mitbenutzung der Wohnung durch die unterhaltsberechtigte Tochter überlagere die ursprünglich vorhandene berufliche Veranlassung des doppelten Haushalts. Eine klare und eindeutige Abgrenzung, welche der angefallenen Wohnungskosten beruflich und welche privat veranlasst sind, lasse sich nicht vornehmen. Wegen grundsätzlicher Bedeutung hat der Senat die Revision zum BFH zugelassen.

FG Münster, Urteil v. 15.11.2013, 14 K 1196/10 E

Schlagworte zum Thema:  Einkommensteuer, Angehörige, Doppelte Haushaltsführung

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