Schäuble bei Erbschaftsteuer für baldigen Vermittlungsstart
Er erwarte, dass Bundestagspräsident Norbert Lammert und Bundesratspräsident Stanislaw Tillich (beide CDU) dafür sorgten, dass der Vermittlungsausschuss seine Arbeit unmittelbar aufnehme, sagte Schäuble dem Bayerischen Rundfunk.
Treffen während der Sommerpause?
Das Bundesverfassungsgericht gehe davon aus, dass der Gesetzgeber den Reformentwurf rasch verabschiede. "Dazu muss das Vermittlungsverfahren nicht erst im September aufgenommen werden, sondern jetzt beginnen." Der Vermittlungsausschuss habe sich auch in früheren Fällen während der Sommerpause getroffen.
Der Ausschussvorsitzende Johann Wadephul (CDU) hatte gesagt, es sei nicht nötig, die für den 7.9. geplante erste Ausschusssitzung nach der Sommerpause vorzuziehen. Der Sommer solle aber "für informelle Gespräche" genutzt werden, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitag).
Frist des Bundesverfassungsgerichts ist verstrichen
Das Verfassungsgericht hatte der Politik bis Ende Juni Zeit gegeben, die beanstandeten Regelungen zu reformieren. Die Frist ist aber verstrichen. Karlsruhe hatte deshalb am Donnerstag mitgeteilt, sich Ende September erneut mit den umstrittenen Regelungen zu befassen. Der zuständige Senat könnte unter anderem selbst eine Übergangsregelung treffen.
Zwar hat der Bundestag eine Reform beschlossen. SPD, Grüne und Linke im Bundesrat halten die geplanten Verschonungsregeln für Firmenerben allerdings für überzogen und teils verfassungswidrig. Die Länder riefen daher Anfang Juli den Vermittlungsausschuss an.
Bisher müssen Unternehmensnachfolger generell kaum Steuern zahlen, wenn sie den Betrieb lange genug weiterführen und die Beschäftigung halten. Die Verfassungsrichter hatten Ende 2014 eine Begünstigung für zulässig erklärt, aber strengere Vorgaben verlangt.
Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Eric Schweitzer, wertete das Handeln des Gerichts in den "Ruhr Nachrichten" (Freitag) als "implizite Empfehlung" an den Vermittlungsausschuss, nur noch "einige Präzisierungen" und "keine grundlegenden Änderungen" vorzunehmen.
Nach Ansicht des Familienunternehmer-Verbandes befinden sich die Betriebe "in einem nebulösen, unsicheren Rechtsrahmen". Verbandspräsident Lutz Goebel drang in der Zeitung auf eine "schnelle Einigung".
-
Gesetz zur Einführung einer Kassenpflicht
449
-
Voraussetzungen und Besonderheiten der steuerfreien Aktivrente
4154
-
Bundesregierung plant Tabaksteuererhöhung ab 2027
291
-
E-Rechnung
2879
-
Referentenentwurf für ein Einkommensteuerreformgesetz 2027
283
-
Steuerliche Entlastung für kleinere Photovoltaikanlagen ab 2022 und 2023
270459
-
Viertages-Zugangsvermutung bei der Bekanntgabe von Steuerbescheiden
2683
-
Neuntes Gesetz zur Änderung des Steuerberatungsgesetzes verkündet
267
-
19 Prozent auf alles? Ifo-Chef für höhere Mehrwertsteuer
265
-
Regierungsentwurf für ein Jahressteuergesetz 2026
246
-
EuGH-Urteil zur Grunderwerbsteuer trifft Deutschland (noch) nicht
28.08.2026
-
Referentenentwurf zur Reform der Steuerberaterprüfung
26.08.2026
-
Referentenentwurf für ein Einkommensteuerreformgesetz 2027
20.08.2026
-
Zollfinanzgerechtigkeitsgesetz zur Modernisierung der Organisation der Zollverwaltung
18.08.2026
-
Gesetz zur Einführung einer Frühstartrente
18.08.2026
-
Regierungsentwurf für ein Jahressteuergesetz 2026
17.08.2026
-
Bundesregierung plant Tabaksteuererhöhung ab 2027
14.08.2026
-
Klingbeil nimmt Steuerpläne für Vereine zurück
11.08.2026
-
Gesetz zur Einführung einer Kassenpflicht
10.08.2026
-
Union attackiert Klingbeils Steuerpläne
10.08.2026