10.05.2017 | FinMin NRW und Bayerisches StMF

Verlängerte Abgabefrist bei elektronischer Einkommensteuererklärung

Die Fnanzverwaltung fördert die Abgabe elektronischer Erklärungen.
Bild: Michael Bamberger

Nach dem FinMin NRW und dem Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen macht nun auch das FinMin Hessen darauf aufmerksam, dass sich die Abgabefrist für die Einkommensteuererklärung 2016 bei Registrierung im Internet verlängert. Auch für Baden-Württemberg gilt die längere Abgabefrist.

Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer hat am 8.5.2017 angekündigt, dass Bürgerinnen und Bürger, die für das Steuerjahr 2016 bis zum 31.5.2017 eine Steuererklärung abgeben müssen, eine Fristverlängerung bis Ende Juli 2017 erhalten. Voraussetzung hierfür ist, dass sie ihre Steuererklärung elektronisch und authentifiziert übermitteln.

Für Steuerbürger in NRW, die ihre Einkommensteuererklärung 2016 elektronisch übermitteln, gilt ebenfalls eine längere Abgabefrist. Statt bis zum 31.5. ist die authentifizierte Einkommensteuererklärung 2016 auch hier Ende Juli 2017 zu übermitteln. Das Verfahren erfolgt auf Initiative von NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans, der betont: "Wir haben uns das Ziel gesetzt, die elektronische Abgabe von Steuererklärungen zu fördern. Daher möchte ich diejenigen Bürgerinnen und Bürger belohnen, die ihre Einkommensteuererklärung elektronisch und authentifiziert an ihr Finanzamt übermitteln".

Das gleiche Verfahren wird auch in Bayern angewandt, wie das Bayerische Staatsministerium der Finanzen bekannt gibt. Finanzminister Dr. Markus Söder betont, dass die Übermittlung der Steuererklärung über ELSTER sowohl für Bürgerinnen und Bürger als auch für die Finanzämter das Besteuerungsverfahren erleichtern. Und rund 60 Prozent der Einkommensteuererklärungen in Bayern wurden im vergangenen Jahr bereits elektronisch übermittelt. "Damit hat sich seit 2011 die Elster-Quote in Bayern nahezu verdoppelt. Bayern ist in Sachen Digitalisierung und E-Government mit Vorreiter in Deutschland", betonte Söder.

„Für all diejenigen, die per ELSTER ihre Steuererklärung abgeben, gilt schon in diesem Jahr eine Fristverlängerung. Eigentlich ist diese Verlängerung erst ab dem Jahr 2019 gesetzlich festgeschrieben“, sagte Baden-Württembergs Finanzministerin Edith Sitzmann am 6.3.2017. Stichtag für die Abgabe der Steuererklärung für das Jahr 2016 ist damit der 31.7.2017.

Fristverlängerung gilt auch für Unternehmer

Die Fristverlängerung gilt auch für Gewerbestreibende und Selbstständige, wie das FinMin NRW in seiner Mitteilung betont. Walter-Borjans erklärt dazu: "Wir machen da keine Unterschiede, sondern wollen allen einen Anreiz geben, ihre Einkommensteuererklärung elektronisch und authentifiziert zu übermitteln".

Wird die Erklärung durch einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein erstellt, gilt weiterhin regelmäßig die längere Abgabefrist (Mehr dazu in Ihrem Produkt Haufe Index 1966315) Ende Dezember.

Abgabefrist 31.5. ist die Regel

Die verlängerte Fristverlängerung bei elektronischer Registrierung ist keine bundesweite Vorgehensweise. Die Finanzämter in Rheinland-Pfalz rechnen mit rund 1,4 Millionen Einkommensteuererklärungen mit Abgabefrist zum 31.5.2017. Auch hier wird der Ablauf sich ändern. Papiererklärungen werden künftig gescannt. Die Service-Center in Rheinland-Pfalz werden Papiererklärungen nur noch entgegen nehmen, nicht mehr direkt prüfen.

FinMin NRW, Mitteilung v. 30.3.2017, LfSt Rheinland-Pfalz, Mitteilung v. 28.3.2017 und Bayerisches Staatsministerium der Finanzen, Mitteilung v. 10.4.2017, FinMin Hessen, Mitteilung v. 8.5.2017, FinMin Baden-Württemberg, Mitteilung v. 6.3.2017

Schlagworte zum Thema:  Elektronische Steuererklärung, Einkommensteuererklärung, Abgabefrist

Aktuell
Meistgelesen