Krankheit
  

Begriff

Krankheit als Versicherungsfall der gesetzlichen Krankenversicherung ist ein regelwidriger Körper- oder Geisteszustand. Er kann die Notwendigkeit ärztlicher Heilbehandlung und zugleich oder allein Arbeitsunfähigkeit zur Folge haben. Als regelwidrig wird ein Zustand angesehen, der von der Norm, also vom Leitbild des gesunden Menschen, abweicht.

Behandlungsbedürftigkeit ist gegeben, wenn der regelwidrige Zustand

  • ohne ärztliche Hilfe nicht mit Aussicht auf Erfolg behoben,
  • mindestens aber gebessert oder
  • vor Verschlimmerung bewahrt

werden kann oder wenn ärztliche Behandlung erforderlich ist, um Schmerzen oder sonstige Beschwerden zu lindern. Eine Erkrankung muss nicht unmittelbar bevorstehen.

Krankheiten werden nach dem ICD (International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems) verschlüsselt.

 

Gesetze, Vorschriften und Rechtsprechung

Sozialversicherung: Leistungsarten im Zusammenhang mit Krankheit enthält § 11 Abs. 1 SGB V. Die Anspruchsgrundlagen für Leistungen der Krankenbehandlung sind in den §§ 27 bis 43b SGB V geregelt. Der Begriff "Krankheit" im versicherungsrechtlichen Sinne wurde durch die Rechtsprechung entwickelt (BSG, Urteil v. 22.4.2009, B 3 KR 11/07 R).

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