Fahrkosten / 1.4 Krankentransport

Ein Krankentransport kann verordnet werden, wenn der Versicherte während der Fahrt einer fachlichen Betreuung oder der besonderen Einrichtungen des Krankentransportwagens (KTW) bedarf oder deren Erforderlichkeit aufgrund seines Zustands zu erwarten ist.

Erfolgt der Krankentransport zu einer ambulanten Behandlung, werden Fahrkosten nur nach vorheriger Genehmigung durch die Krankenkasse übernommen. Dabei gilt die Genehmigung als erteilt, wenn eine der folgenden Voraussetzungen vorliegt:

  • ein Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen "aG" (außergewöhnlich gehbehindert), "Bl" (blind) oder "H" (hilflos),
  • eine Einstufung in den Pflegegrad 4 oder 5,
  • eine Einstufung in den Pflegegrad 3 mit dauerhafter Beeinträchtigung der Mobilität oder
  • bis zum 31.12.2016 eine Einstufung in die alte Pflegestufe 2 und seit dem 1.1.2017 mindestens eine Einstufung in den Pflegegrad 3 (Übergangsfälle, hier auch ohne dauerhafte Beeinträchtigung der Mobilität).

Eine Genehmigung ist nicht erforderlich für Fahrten zu einer vor- oder nachstationären Behandlung gem. § 115a SGB V oder zu einer ambulanten Operation gem. § 115b SGB V. Bei einem nicht planbaren Krankentransport zu einer ambulanten Behandlung, kann die erforderliche Genehmigung im Einzelfall nachträglich eingeholt und erteilt werden.

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