Was wenn proaktives Handeln dazu führt, dass Beschäftigte am Ende des Arbeitstags mental erschöpfter sind? Und wie sollten Führungskräfte damit umgehen? Das klärt der Beitrag von Doris Fay, Mouna El Mansouri und Karoline Strauss.
Im 21. Jahrhundert operieren die meisten Unternehmen in Umwelten, die von einer hohen Änderungsgeschwindigkeit gekennzeichnet sind. Unternehmen sind gefordert, schnell und flexibel auf Veränderungen wie zum Beispiel neue Kundenwünsche, neue Gesetze, neue KIs, neue Konkurrenten und Vergleichbares zu reagieren, um weiterhin erfolgreich am Markt bestehen zu bleiben. In dieser von hoher Dynamik gekennzeichneten Umgebung ist es für Unternehmen wichtig, dass ihre Mitarbeitenden proaktiv sind: Diese sind proaktiv, wenn sie selbstständig Probleme, Chancen, Veränderungsbedarfe oder Verbesserungsmöglichkeiten erkennen und adressieren. Während sich in manchen Kontexten eine Arbeitsgestaltung als effektiv erwiesen hat, die von fest geplanten und optimierten Arbeitsabläufen und Prozessen gekennzeichnet ist, sind proaktiv handelnde Beschäftigte besonders dort wichtig, wo sich Bedarfe und Möglichkeiten dynamisch ändern.
Die Forschung hat mehrere unterschiedliche Konzeptualisierungen von Proaktivität ...
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