Micro-Credentials

Die Währung der Zukunft heißt Kompetenz. Immer mehr Unter­nehmen stellen auf skillbasierte Weiterbildung um. Dabei spielen Micro-Credentials eine ent­scheidende Rolle. Doch in der Personal­entwicklung fristen diese Zertifikate immer noch ein Nischen­dasein, obwohl sie zum strategischen Game­changer werden können. Worauf Unternehmen bei der Einführung der flexiblen Lerneinheiten achten müssen.

Es gibt Zahlen, die Personalentwicklern schlaflose Nächte bereiten sollten. Die offensichtlichste ist der Kalender: Die Babyboomer-Generation verlässt den Arbeitsmarkt. Doch es gibt eine zweite, subtilere Bedrohung: Die Halbwertszeit von Wissen schrumpft rapide. Was heute in der IT oder im Marketing "State of the Art" ist, ist morgen oft schon Geschichte. Das Ergebnis ist ein Kompetenz-Gap, das sich für viele Unternehmen eher wie ein Canyon anfühlt.

Micro-Credentials als Antwort der Bildungspolitik

Die Antwort der Bildungspolitik und vieler Vordenker klingt seit Jahren verheißungsvoll: Micro-Credentials und Open Badges. Kleine, flexible Lerneinheiten, digital zertifiziert, stapelbar und überall anerkannt. Sie versprechen Flexibilität, Sichtbarkeit und schnelle Qualifizierung. Bislang blieb dieses Versprechen jedoch oft in der Theorie stecken. Viele geförderte Leuchtturmprojekte, so gut sie gemeint waren, fristen ein Dasein als "Pilot-Friedhöfe".

Der Realitätscheck: Zwischen Förder-Prosa u...

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Dies ist ein Beitrag aus der Zeitschrift personalmagazin - neues lernen.
neues lernen 1/2026

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