0

| Frauenförderung

Unternehmen für beispielhafte Frauenförderung ausgezeichnet

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) erhielten den Strategie-Award.
Bild: BVG/Lambert

Auf dem Messe-Kongress „Women & Work“ in Bonn wurden am 24. Mai 2014 gleich zwei Preise für vorbildliche Frauenförderung verliehen: Der Strategie-Award und der „Female Recruiting Award“. 

Knapp 100 Arbeitgeber präsentierten sich am 24. Mai auf der „Women & Work“ in Bonn zum Thema „Frauen und Karriere“. Der Messe-Kongress für Frauen fand bereits zum vierten Mal statt und stand in diesem Jahr unter dem Motto „Ethik im Business“. Im Rahmen der Veranstaltung, deren Schirmherrin Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig ist, wurden auch zwei Awards für beispielhafte Frauenförderung verliehen.

Female Recruiting Award für Telekom, Adidas und Rewe

Der „Female Recruiting Award“ basiert auf einer Meinungsumfrage unter den Messebesucherinnen. Prämiert werden diejenigen Unternehmen, die es nach Einschätzung der Besucherinnen auf der Messe am besten geschafft haben, Frauen anzusprechen und sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren. In diesem Jahr wählten die Teilnehmerinnen der „Women & Work“ die Deutsche Telekom als Sieger des „Female Recruiting Award“, auf Platz zwei und drei folgen Adidas und die Rewe Group.

Strategie-Award für Berliner Verkehrsbetriebe

Ein etwas härteres Auswahlverfahren hatten die Preisträger des „Strategie-Award 2014“ zu bestehen. Mit dem Strategie-Award werden Unternehmen ausgezeichnet, die mit beispielhaften HR-Strategien Frauen- und Familienfreundlichkeit nach innen gut leben, nach außen gut kommunizieren und sich so als attraktiver Arbeitgeber für Frauen positionieren. Eine Jury beurteilte in einem Online-Verfahren die Bewerbungen nach den Kriterien Optik, Strategie, Motivation, Umsetzung, Erfolge, Öffentlichkeitsarbeit und Zukunft. Der Award wurde zum zweiten Mal vergeben, die diesjährigen Preisträger sind die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), die Deutsche Bahn, Dornseif, das Ingenieurbüro Neumüller und McDonald’s.

Frauenquote: Von 18 auf 25 Prozent

Bei den Berliner Verkehrsbetrieben steht sogar eine Frau ganz an der Spitze, Vorstandsvorsitzende Dr. Sigrid Evelyn Nikutta. „Wir freuen uns sehr über diesen Preis, denn er würdigt die vielfältigen Aktivitäten und Strategien der BVG bei der Förderung von Frauen und Familien“, sagte diese anlässlich der Auszeichnung. Mit ihrem verlängerten betrieblichen Mutterschutz, flexiblen Arbeitszeitmodellen, Fortbildungen und Seminaren, dem Familienportal im BVG-Intranet und vielen anderen Maßnahmen fördern die Berliner Verkehrsbetriebe Mütter und Väter gleichermaßen. Die BVG haben 2012 eine Frauenquote eingeführt, bei der Festlegungen für jede einzelne Abteilung getroffen wurden und diese in den Zielvereinbarungen der Führungskräfte verankert. Bei den Auszubildenden hätten die Verkehrsbetriebe bereits einen Frauenanteil von 25 Prozent erreicht, so Nikutta. Ziel sei es, im Jahr 2017 insgesamt einen Frauenanteil von 22 Prozent und im Jahr 2022 von 25 Prozent zu erreichen. Aktuell liege der Frauenanteil bei der BVG bei etwa 18 Prozent.

Immer mehr Unternehmen setzen auf Quotenregelungen

Derzeit setzen viele Unternehmen auf interne Quotenregelungen und konkrete Zielsetzungen, um ihre Frauenförderung zu verbessern. Auch deshalb, weil noch in diesem Jahr mit einer entsprechenden gesetzlichen Regelung zu rechnen ist. Das geplante Gesetz zur Geschlechterquote sowie Stand und Status der Frauenförderung in deutschen Unternehmen hat das Personalmagazin im Titelthema der Ausgabe 5/2014 beleuchtet. Darin hat die Redaktion auch die internen Frauenquoten der Dax-30-Unternehmen analysiert und dabei festgestellt, dass sich nur wenige der Unternehmen ambitionierte Ziele gesetzt haben.

Haufe Online Redaktion

Frauenquote, Frauenförderung, Chancengleichheit, Employer Branding

Aktuell

Meistgelesen