Kosten für MBA-Programme bleiben trotz Corona hoch
Eine Analyse des MBA-Portals Poets & Quants (P&Q) bezüglich Studiengebühren, Lebenshaltungs- und weiteren Kosten, die mit führenden zweijährigen Vollzeit-MBA-Programmen verbunden sind, zählt aktuell 13 Business Schools zum 200.000-Dollar-Club: Sie verlangen den entsprechenden Betrag oder sogar noch mehr. 2019 hatte ein Dutzend Schulen die Marke erreicht, 2018 waren es erst neun.
MBA-Kosten: MIT Sloan School of Management an der Spitze
An der Spitze aller Schulen steht weiterhin die MIT Sloan School of Management: Studierende, die im Herbst 2020 mit dem Unterricht begannen, werden 241.692 Dollar hinblättern müssen – für den Fall, dass sie 2022 den Abschluss schaffen. Dicht darunter liegen die NYU Stern School of Business (238.502 Dollar), die Stanford Graduate School of Business (237.288 Dollar), die Columbia Business School (235.266 Dollar) und die Dartmouth College Tuck School of Business (224.000 Dollar). Die University of Virginia Darden School of Business hat ihre Kosten um etwa drei Prozent auf einen Zweijahres-Gesamtbetrag von 200.644 Dollar erhöht. Außerdem nähern sich vier weitere Schulen mit über 190.000 Dollar Gesamtkosten der 200.000er-Marke.
Durchschnittliche Kosten für MBA-Programme steigen
Dartmouth Tuck hatte 2020 mit 77.520 Dollar die höchsten jährlichen Studiengebühren und übertraf damit Columbia und das MIT nur knapp, während Stanford erneut die höchsten Lebenshaltungskosten aufwies. Acht Schulen froren das Schulgeld in der Corona-Zeit ein, während die UNC Kenan-Flagler Business School es leicht senkte. An der INSEAD liegen die Studiengebühren jetzt bei 103.626 Dollar, während die Lebenshaltungskosten am Campus in Fontainebleau in Frankreich 28.356 Dollar und am Campus in Singapur 32.250 Dollar betragen – insgesamt also 131.982 Dollar in Europa und 135.876 Dollar in Asien.
Die durchschnittlichen Kosten für die Teilnahme an einem Top-25-MBA-Programm in den USA belaufen sich für zwei Jahre auf 195.416 Dollar – ein Anstieg um 0,7 Prozent gegenüber 194.031 Dollar im Jahr 2019. Dem war jedoch eine Erholung der Kostenexplosion zwischen 2018 und 2019 vorausgegangen: Der Durchschnitt war in diesem Zeitraum um ein Prozent gesunken.
Berechnung der Lebenshaltungskosten ist oft zu niedrig
Laut P&Q liegen die B-Schulen mit ihren Schätzungen der jährlichen Lebenshaltungskosten meist völlig daneben: Vor allem für New York, Los Angeles, Philadelphia, Chicago oder die Bay Area in Kalifornien scheinen sie die tatsächlichen Lebenshaltungskosten drastisch zu unterschätzen. Dadurch könnten sich die Gesamtkosten noch deutlich erhöhen. Trotz Online-Bereitstellung vieler Kurse im Herbst, ein Zustand der bis zum Frühjahr 2021 andauern dürfte, müssen die Studierenden also meist noch genauso tief in die Tasche greifen wie vor der Pandemie.
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