Bewerberzahlen an US-Business-Schools steigen in der Krise
Der Unterricht an vielen US-amerikanischen Business Schools findet derzeit online oder hybrid statt. Dennoch gibt es mehr Studieninteressierte. Das geht aus mehreren Berichten des MBA-Online-Portals Poets & Quants hervor. So erreicht die Wharton School der University of Pennsylvania – die im Ranking des Nachrichtenmagazins U.S. News & World Report den ersten Platz belegt – einen neuen Bewerberrekord. Wie die Universität Anfang September vermeldete, bewarben sich rund 7.200 Kandidaten für den zweijährigen Vollzeit-MBA. Das sind knapp 1.200 mehr als noch 2019.
Wharton School startet mit größter MBA-Klasse der Geschichte
Insgesamt begrüßte die Wharton School 916 Erstsemester und stellt damit die bisher größte Klasse, die es bisher in einem MBA-Programm gab. Auch die Columbia Business School, die den Bewerbungszeitraum aufgrund der Corona-Krise verlängert hatte, meldet mit fast 7.000 Bewerbern einen Höchstwert. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Zuwachs von 1.000 Studieninteressierten.
Die rasanteste Entwicklung erlebt die Jones Graduate School of Business der Rice University in Houston. Die Wirtschaftsschule trotze schon vor der Krise mit steigenden Bewerberzahlen dem nationalen Trend. Nun stieg die Zahl der Bewerbungen in einem Jahr um weitere 63 Prozent auf rund 1.000 Bewerber. Daneben vermelden unter anderem auch die Stern School of Business der New York University sowie die Haas School of Business der University of California deutlich mehr Bewerber.
Gründe für die steigenden Bewerberzahlen in den USA
In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass die Nachfrage nach einem MBA-Studium umso größer ist, je schlechter die Wirtschaftslage und dadurch die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind. Dies scheint wohl auch in der Corona-Krise zu gelten. Weitere Gründe für den Anstieg könnten die flexibleren und geringeren Zulassungsvoraussetzungen sowie die verlängerten Bewerbungszeiträume sein.
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