Online-Weiterbildung voll im Trend
Moderne Lernformate wie Blended Learning, einem Mix aus Präsenzveranstaltungen und digitalen Lernangeboten, sind aus der betrieblichen Weiterbildung bereits bekannt und erobern jetzt die private Weiterbildung. Bei Blended-Learning-Angeboten sei die Bereitschaft, für digitales Lernen zu zahlen, bei den Nutzern mit 77 Prozent am größten, stellt der Bitkom fest. Auch Nutzer von Lern-Apps für Smartphone und Tablet wie zum Beispiel dem Sprachlernportal Babbel (75 Prozent) und von interaktiven E-Books (64 Prozent) würden dafür mehrheitlich Geld ausgeben. Weniger hoch sei die Zahlungsbereitschaft bei PC-Lernprogrammen und -spielen (22 Prozent) sowie reinen Online-Kursen (15 Prozent).
Vorteile von digitalen Lernangeboten
Als besondere Vorteile schätzten 87 Prozent der Befragten die Unabhängigkeit von Zeit und Ort ein, 59 Prozent seien überzeugt, mit digitalen Lernangeboten schneller und zielgerichteter Lernen zu können. Von mehr Spaß beim Lernen mit digitalen Lernformaten gegenüber klassischen Weiterbildungsangeboten zeigten sich 43 Prozent überzeugt.
Lebeneslanges Lernen: Bessere Voraussetzungen schaffen
Allgemein sei die Bereitschaft groß, sich privat weiterzubilden, stellt der Verband fest. So würden mittlerweile drei von vier Bundesbürgern (76 Prozent) private Weiterbildungsangebote nutzen. Bitkom-Präsident Achim Berg sieht jetzt Politik und Wirtschaft in der Pflicht. Eine gute Qualifikation und die Bereitschaft zu einer stetigen Weiterqualifizierung sichere langfristig Chancen auf dem Arbeitsmarkt und ermögliche Teilhabe in der digitalen Welt. Dieses Potenzial müsse gehoben werden, indem Politik und Wirtschaft bessere Voraussetzungen für lebenslanges und informelles Lernen schafften.
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