Grüne Unternehmen sind bei Arbeitnehmern gefragt
Gerade der hart umkämpfte Nachwuchs stellt in dieser Hinsicht hohe Ansprüche an Arbeitgeber und möchte sich im Betrieb entsprechend engagieren. Dies hat eine weltweite Umfrage der internationalen Managementberatung Bain and Company ergeben, die die Basis der Studie "The big green Talent Machine" ist. In dieser Studie zeigt Bain die Konsequenzen dieses Bewusstseinswandels und Handlungsoptionen für Unternehmen auf.
Lange Zeit galt Nachhaltigkeit vor allem als Möglichkeit, durch effizienten und umweltschonenden Ressourceneinsatz sowohl Risiken als auch Kosten zu senken, die Marke zu stärken und das Image in der Öffentlichkeit zu verbessern. Je spürbarer aber der Arbeitskräftemangel wird, desto stärker entwickelt sich Nachhaltigkeit auch im Personalbereich zu einem zentralen Thema. Dies zeigt eine Umfrage von Bain bei knapp 750 Beschäftigten in Brasilien, China, Deutschland, Großbritannien, Indien und den USA.
Beschäftigte sehen Verhalten des eigenen Arbeitgebers überwiegend kritisch
70 Prozent der Befragten erklärten, dass sie heute stärker als vor drei Jahren auf nachhaltige Unternehmenspraktiken achten. Den höchsten Stellenwert genießen Arbeitsschutz, Verzicht auf Kinderarbeit, Senkung der Emissionen sowie umweltgerechtes Verhalten im Alltag. Rundherum zufrieden mit der Leistung ihres Arbeitgebers hinsichtlich dieser und weiterer Kriterien ist aber nur ein Drittel der Befragten.
Insbesondere jüngere Beschäftigte interessieren sich in den Industrie- und Schwellenländern für das Thema Nachhaltigkeit. Über 50 Prozent der unter 40-Jährigen erklärten in der Bain-Umfrage, dass die Nachhaltigkeitsstrategie ihre Entscheidung für den aktuellen Arbeitgeber beeinflusst hat. Bei den Älteren liegt dieser Anteil bei 29 Prozent.
Den wachsenden Stellenwert der Nachhaltigkeit unterstreicht ein weiteres Umfrageergebnis. Danach ist mittlerweile die Hälfte der Beschäftigten in den Schwellenländern überzeugt, dass die Unternehmen und ihre Mitarbeiter handeln müssen. Auch in den Industrieländern schwindet das Vertrauen in die Politik. Folgerichtig wollen die Befragten selbst ihren Beitrag leisten und wählen ihren Arbeitgeber entsprechend aus.
Glaubwürdige Nachhaltigkeitsstrategie eröffnet doppelten Wettbewerbsvorteil
In der neuen Studie zeigt Bain, welche Fortschritte Unternehmen mit diesem Ansatz bereits erzielen. Diese Vorreiter fördern systematisch das Engagement aller Beschäftigten und bieten Freiräume, um Produkte und Prozesse ständig zu optimieren. Konsequenterweise ist in diesen Unternehmen auch ein Teil der variablen Vergütung an das Erreichen von Nachhaltigkeitszielen gebunden. Als dritten Stellhebel wird auf eine entsprechende Weiterbildung aller Angestellten gesetzt.
-
Workation und Homeoffice im Ausland: Was Arbeitgeber wissen müssen
509
-
Essenszuschuss als steuerfreier Benefit
296
-
BEM ist Pflicht des Arbeitgebers
279
-
Acht rettende Sätze für schwierige Gesprächssituationen
271
-
Arbeit trotz Krankheit – Kommission empfiehlt Teilkrankschreibung
238
-
Das sind die 25 größten Anbieter für HR-Software
192
-
Mitarbeiterfluktuation managen
1844
-
Probezeitgespräche als Feedbackquelle für den Onboarding-Prozess
177
-
Warum Offboarding an Bedeutung gewinnt
109
-
Der große NLP-Bluff Teil I: Wie alles begann
1048
-
KI schafft mehr Stellen für Facharbeiter und Handwerker
13.05.2026
-
Führung – der blinde Fleck der Transformation
13.05.2026
-
Warum Transformation ohne Daten scheitert
13.05.2026
-
"Komplexität nicht abbilden, sondern auflösen"
13.05.2026
-
Wo deutsche Unternehmen ihr Potenzial verschenken
12.05.2026
-
Produktiv mit Künstlicher Intelligenz
12.05.2026
-
Lost in Translation: Wenn Employer Branding an Blue Collar vorbeiredet
11.05.2026
-
KI-Kompetenzen werden zum Vergütungsthema
07.05.2026
-
Gesundheitsförderung im Homeoffice: Tipps für HR
07.05.2026
-
Arbeitskosten in Deutschland verteuern sich weiter
30.04.2026