Lebenslanges Lernen steigert Wirtschaftsleistung
Wissenschaftler vom Institut für Weltwirtschaft (IfW), dem Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) und dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) haben die Wachstumsaussichten Deutschlands abhängig von der Arbeitsmarktintegration der Altersgruppe "55 plus" untersucht und vor dem Hintergrund des demografischen Wandels einen deutlichen Zusammenhang von künftigem Wohlstand und Erwerbstätigkeit Älterer ermittelt. Für eine längere Erwerbslebensphase sei es dringend notwendig, ältere Arbeitnehmer und Arbeitslose über die eigentliche Bildungsphase hinaus weiterzubilden, damit diese mit den gestiegenen Anforderungen der Arbeitswelt zurechtkommen. Weiterbildungsmaßnahmen für diese Altersgruppe könnten gleichzeitig dazu beitragen, den Verlust kognitiver Fähigkeiten hinauszuzögern.
Neue Anreize durch späteren Renteneintritt
Die Realität in den Betrieben sehe jedoch anders aus. Weder würden älteren Mitarbeitern ausreichend Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten noch würden sie sich an den bestehenden Angeboten entsprechend beteiligen. Das gelte besonders für kleine und mittlere Betriebe. Außerdem führe das mangelnde Angebot dazu, dass ältere Beschäftigte die Effektivität von Weiterbildungsmaßnahmen geringer einschätzen als jüngere.
Unternehmen indessen würden wenig spezielle Angebote machen, weil sich diese aus ihrer Sicht nur schwer amortisieren, wenn ältere Arbeitnehmer in absehbarer Zeit in den Ruhestand wechseln. Der spätere Renteneintritt durch die Rente mit 67 und ein drohender Fachkräftemangel könnten neue Anreize schaffen, dies zu ändern. Helfen könnten auch staatliche Förderprogramme wie die "Weiterbildung geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen" (Wegebau) der Bundesagentur für Arbeit. 85 Prozent der Betriebe, die die Fördermaßnahmen genutzt hätten, beurteilten die damit erzielten Ergebnisse positiv.
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