05.10.2016 | Serie HR-Startups

Beekeeper: Mitarbeiterkommunikation per App

Serienelemente
Das Team um CEO Christian Grossmann (Mitte) ist innerhalb weniger Monate schnell gewachsen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Das Züricher Startup Beekeeper hilft Unternehmen, die interne Kommunikation mittels einer App und Kommunikationsplattform einfacher und effizienter zu gestalten. Interessant ist dies besonders für Unternehmen, die viele Mitarbeiter ohne PC-Arbeitsplatz haben.

Wer hat’s gegründet?

Beekeeper wurde von Dr. Cristian Grossmann (CEO) und Flavio Pfaffhauser (CTO und Techniker im Team) gegründet. Grossmann arbeitete vor der Gründung des Startups für ­Accenture im Bereich IT-Strategy. Pfaffhauser war nach seinem Abschluss in Computer ­Science an der ETH Zürich bei verschiedenen Web-Startups für die Entwicklung von skalierbaren Webanwendungen verantwortlich. Gemeinsam verbindet sie die Begeisterung für die Kommunikation in Unternehmen.

Wie war die Entwicklungszeit?

Beekeeper wurde 2013 als Spin-off der ETH Zürich gegründet. Mittlerweile unterstützt das Startup Unternehmen mit Mitarbeitern in über 100 Ländern dabei, ihre Belegschaft besser zu erreichen und zu motivieren. Die Beekeeper-Kunden, wie zum Beispiel FRHI, wurden bereits mehrfach mit renommierten Awards, wie dem Ragan’s Employee Communications Award for Best Employee Engagement, ausgezeichnet.

Was ist die Idee dahinter?

Beekeeper bietet eine Mitarbeiter-App und Kommunikationsplattform für Firmen an, die viele Mitarbeiter im Service, in der Produktion oder in den Verkaufsräumen direkt erreichen müssen. Wir legen einen besonderen Fokus auf die Messbarkeit und Automatisierung von Kommunikationsabläufen. Personalverantwortliche erreichen dadurch eine bessere interne Kommunikation, die Effizienz im Unternehmen wird erhöht und das Engagement der Mitarbeiter gesteigert. Die Idee entstand im Austausch mit einer globalen Hotelgruppe, die keine Möglichkeit hatte, ihre 45.000 Mitarbeitenden an über 120 Standorten einfach und effizient zu erreichen, da 80 Prozent keine Firmen-E-Mail-Adresse besaßen. Beekeeper hat schnell erkannt, dass die Erreichbarkeit der Mitarbeitenden auch heute noch für viele Unternehmen eine große Herausforderung darstellt. Häufig wird zeit- und kostenaufwändig über viele Hierarchiestufen hinweg oder mit hohem Streuverlust noch über das Schwarze Brett oder Beilagen zu den Lohnunterlagen kommuniziert. In Deutschland arbeitet Beekeeper mittlerweile mit Unternehmen wie Europa Park, Marché oder der Münchner Verkehrsgesellschaft zusammen.

Was soll noch geändert werden?

Für viele Mitarbeiter hat sich durch die direkte Ansprache auf der Kommunikationsplattform die interne Kommunikation positiv verändert. Unternehmen haben das Schwarze Brett wie auch das Intranet teilweise oder ganz ersetzt. In einem nächsten Schritt plant Beekeeper, die Software noch stärker mit bestehenden Systemen wie HRM- oder ERP-Plattformen zu vernetzen, um alle für den Mitarbeiter relevanten Informationen gebündelt darzustellen.

Was können etablierte Unternehmen von Ihnen lernen?

Dr. Cristian Grossmann (CEO): "Wir sind innerhalb weniger Monate von 15 auf über 40 Mitarbeiter gewachsen, und zwar auf zwei Kontinenten. Um trotz des rasanten Wachstums die ursprüngliche Kultur beizubehalten, haben wir von Beginn an fünf Werte definiert, die unsere Kultur widerspiegeln. Diese sind Grundlage bei der Auswahl von neuen Mitarbeitern und Partnern und geben in einem dynamischen Umfeld Orientierung. Natürlich hat bei uns auch eine offene und transparente Kommunikation einen sehr hohen Stellenwert!"

Weitere Informationen: www.beekeeper.ch


Hinweis: Einen Hintergrundartikel, der den Einsatz der Mitarbeiter-App von Beekeeper bei der Leonardo-Hotel-Gruppe beschreibt, finden Sie in der aktuellen Ausgabe des Sonderhefts Tagen.

Schlagworte zum Thema:  Startup, HR-Startup

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