Auf der Suche nach neuen Organisationsformen
Wirft man einen Blick in Fachzeitschriften, in das Programm führender Konferenzen der HR-Zunft oder auf einschlägige Internetseiten, so entsteht schnell der Eindruck, dass alles der Devise des deutschen Hip-Hoppers Peter Fox zu folgen scheint: „Wenn‘s dir nicht gefällt, mach neu.“
New Work: Hauptsache neu und anders
Was in den Neunzigern die New Economy war, ist heute New Work oder New Leadership. Hauptsache neu und anders. Darüber besteht weitgehend Einigkeit, denn das herkömmliche Verständnis von Organisationen und ihrer Führung kommt angesichts der Digitalisierung, zunehmender Marktdynamik und stark ansteigender Komplexität an ihre Grenzen. Auch die Menschen in Organisationen sind immer weniger dazu bereit, sich bevormunden und kontrollieren zu lassen; stattdessen wollen sie Verantwortung übernehmen und gestalten können. Doch darauf sind die gängigen Management- und HR-Instrumente nicht ausgelegt. Sie basieren auf einem anderen Menschenbild und setzen ein stabiles, berechenbares Umfeld voraus. Es ist also höchste Zeit für etwas Neues.
Das Führungssystem der Zukunft
Doch wofür genau? Hier scheiden sich die Geister. Während die einen die von Algorithmen und Big Data beherrschte Organisation herbeireden, träumen die anderen von demokratischen Unternehmen mit mitarbeiterzentrierten Führungssystemen. Während der eine New-Work-Apologet die Sozialtechnik Management für tot erklärt, glaubt ein anderer Vordenker an ein fruchtbares Miteinander von klassischer Hierarchie und Netzwerkstruktur.
Neue Organisationsformen: Agile Organisation, Holokratie, demokratisches Unternehmen
In den Unternehmen wird viel experimentiert. Neue Organisationsformen wie die agile Organisation oder die Holokratie werden erprobt. Einige Unternehmen lassen ihre Führungskräfte von den Mitarbeitern wählen, andere schaffen sie gleich ganz ab. Auch das Personalmanagement wird auf den Kopf gestellt: Mitarbeitergespräche werden abgeschafft und die Einstellung neuen Personals überlässt man besser nicht mehr der HR-Abteilung, sondern kümmert sich stattdessen in der Linie selbst darum. Diese Führungsexperimente beschränken sich nicht mehr nur auf einige Start-ups im IT-Umfeld, sondern haben inzwischen auch große Unternehmen erfasst. Es ist also viel in Bewegung.
Das Wissen aller nutzen
Doch solange noch keine echte Alternative zum hierarchischen Management besteht, bleibt Unternehmen wohl nur, mit neuen Ansätzen zu experimentieren. Parallel dazu bietet es sich an, das Wissen, die Erfahrung und die Ideen möglichst vieler zu nutzen, um gemeinsam das Führungssystem der Zukunft zu erarbeiten. Genau diese Idee machen sich drei Initiativen zunutze, die ich im Folgenden gerne kurz vorstellen möchte.
-
Workation und Homeoffice im Ausland: Was Arbeitgeber wissen müssen
297
-
Acht rettende Sätze für schwierige Gesprächssituationen
291
-
Jeder zweite Babyboomer geht vorzeitig in den Ruhestand
268
-
Essenszuschuss als steuerfreier Benefit
248
-
BEM ist Pflicht des Arbeitgebers
177
-
Das sind die 25 größten Anbieter für HR-Software
129
-
Probezeitgespräche als Feedbackquelle für den Onboarding-Prozess
126
-
Der große NLP-Bluff Teil I: Wie alles begann
1248
-
Warum Offboarding an Bedeutung gewinnt
110
-
Mitarbeiterfluktuation managen
1034
-
ZP Europe 2026: Praxisimpulse, die HR wirklich weiterbringen
03.08.2026
-
Warum künstliche Schönheit in der Personalauswahl nach hinten losgeht
03.08.2026
-
Der Entscheidungskompass
31.07.2026
-
Frauenanteil in Vorständen sinkt
30.07.2026
-
Krisenmanagement bei Auslandseinsätzen
28.07.2026
-
Warum die Stimme der Mitarbeitenden entscheidend für den Unternehmenserfolg ist
27.07.2026
-
Die Meeting-Ampel
24.07.2026
-
Suchtprävention im Betrieb wirksam gestalten
22.07.2026
-
Wie man (unseriöse) Coachings vermarktet
22.07.2026
-
Kultur steht vor Erfolg
21.07.2026
Praktiker
24.08.2016 13:15 Uhr
Hallo,
was die Unternehmen brauchen sind keine anderen Strukturen, sondern Mitarbeiter, die Entscheidungen treffen und nicht die Verantwortung von Pontius zu Pilatus schieben.