Forté Foundation: Frauenanteil beim Vollzeit-MBA Infografik

Der Frauenanteil bei Vollzeit-MBA-Programmen ist 2021 wieder gestiegen, auf durchschnittlich 41 Prozent. Drei Schulen verzeichnen sogar eine Geschlechterparität, zum ersten Mal überhaupt. Das ergab eine Untersuchung der Forté Foundation, einer Non-Profit-Organisation, die sich auf Geschlechterparität in der Wirtschaft und an Business Schools konzentriert.

56 Mitgliedsschulen zählt die Forté Foundation, die laut eigenen Angaben die Top-MBA-Programme in den USA, Europa und Kanada repräsentieren. Während die Zahlen von 2019 auf 2020 noch knapp unter 40 Prozent stagnierten, knackten die Schulen 2021 die erhoffte 40-Prozent-Marke.

Frauenanteil an Business Schools historisch gestiegen

29 von 56 Business Schools, also 53 Prozent – eine historische Rekordzahl – erreichten laut Forté bei den Einschreibungen einen Frauenanteil von 40 Prozent oder mehr. Dies ist ein deutlicher Anstieg: 2020 waren es 42 Prozent. Eine weitere Rekordzahl: Zehn Schulen meldeten einen Frauenanteil von 45 Prozent oder mehr. Zum Vergleich: 2020 waren es acht, 2019 drei und vor fünf Jahren noch keine einzige. Fast zwei Drittel der Forté-Mitgliedsschulen verzeichneten 2021 einen Anstieg ihres Frauenanteils, im Vorjahr waren es nur etwa die Hälfte. 

Meilenstein: Geschlechterparität an drei Schulen

Die George Washington School of Business, die University of Pennsylvania’s Wharton School und die John Hopkins University’s Carey School of Business – diese drei Schulen erreichten eine Geschlechterparität. Das schaffte zuvor noch keine Schule.

Frauenanteil beim MBA: Entwicklung

Der Frauenanteil in Vollzeit-MBA-Programmen kletterte an den Forté-Mitgliedsschulen von 2013 bis 2019 stetig nach oben. 2020 stagnierte der Anteil bei 38,5 Prozent, jetzt folgte wieder der klare Anstieg. Insgesamt nahm der Frauenanteil in Vollzeit-MBA-Programmen in der letzten Dekade um 9,4 Prozentpunkte zu. Der Anstieg spiegelt sich auch in den einzelnen Ländern. An US-Schulen stieg der durchschnittliche Frauenanteil 2021 auf einen neuen Rekordwert, nämlich auf rund 41 Prozent (im Vorjahr: 38,5 Prozent). Einen Anstieg gab es auch in den restlichen Mitgliedsländern (Kanada und Europa), und zwar von 36 auf 38 Prozent.  

Pandemie beunruhigt Frauen stärker

Die Coronapandemie scheint Frauen mehr beschäftigt zu haben als Männer. Während über die Hälfte der Frauen sehr oder extreme Sorge hatten, dass die Pandemie Auswirkungen auf ihr Berufsleben zeigt, waren es bei den Männern nur 37 Prozent. Laut Forté-CEO Elissa Sangster sind Frauen auch stark von pandemiebedingten Arbeitsplatzverlusten betroffen. Umso mehr Gewicht hat jetzt die Tatsache, dass der Frauenanteil wieder gestiegen ist. Doch die Forté Foundation weist auch darauf hin, dass die neuen Rekordzahlen noch nicht in der Praxis ankommen: Nur sechs Prozent der CEOs bei S&P 500 Unternehmen sind Frauen, 40 Prozent davon haben einen MBA.
 

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