12.07.2016 | E-Learning

Moocs: Das Ende der Kostenlos-Kultur?

Coursera, einer der größten Anbieter von Massice Open Online Courses (Moocs), verlangt für seine Online-Kurse ab jetzt Geld von den Lernern.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die ursprüngliche Idee von Massive Open Online Courses (Moocs) war es, akademische Bildung Lernern überall auf der Welt über das Internet kostenlos zur Verfügung zu stellen. Coursera, einer der weltweit größten Anbieter von Moocs, nimmt von diesem Modell langsam Abschied.

Seit dem 23. Juni hat die US-amerikanische Lernplattform Coursera eine Pilotphase gestartet, in der zunächst ausgewählte Kurse inklusive sämtlicher Lehrvideos und Materialien nur noch zahlenden Kunden zur Verfügung stehen. Mit diesem Angebot käme man den Partnern entgegen, die auf diese Weise mehr Kurse auf der Lernplattform anbieten könnten, so die offizielle Begründung. Partner könnten damit auch Kurse anbieten, für deren Lernmaterial Copyright-Gebühren bezahlt werden müssten.

Moocs: traditionell hohe Abbrecherraten

Auch den traditionell hohen Abbrecherraten bei Moocs möchte man damit entgegenwirken. Dadurch kommt es zum Beispiel in Kursen zu Schwierigkeiten, in denen ein hohes Engagement der Lerner und Gruppenarbeit über die ganze Dauer gefordert sei.

Im Rahmen des Pilotprojekts will Coursera genau beobachten, wie sich die Gebühren auf die Anmeldezahlen, das Engagement und die Abbrecherraten sowie die Lernerzufriedenheit auswirkt. Auf Basis der Auswertungen werde man gemeinsam mit den Partnern über das weitere Vorgehen entscheiden und in Zukunft möglicherweise mehr Kurse anbieten, die nur gegen Bezahlung zur Verfügung stehen.

Für den Pilotkurs zu Gehaltsverhandlungen der französischen École Polytechnique werden Gebühren von 254 Euro erhoben, für die es bei Bedarf finanzielle Hilfen gibt.

Schlagworte zum Thema:  Weiterbildung, E-Learning, Personalentwicklung

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