Wie Alt und Jung mehr Verständnis füreinander entwickeln
Weßels wurde in den letzten Jahren von immer mehr Unternehmen engagiert, um Konflikte zwischen unterschiedlichen Generationen von Mitarbeitern zu bearbeiten. Sie entwickelte daraufhin das „Generationentheater“, eine Art Großgruppenveranstaltung für 50 bis 250 Menschen. Ziel ist es, dass sich die unterschiedlichen Generationen spielerisch besser kennen und verstehen lernen.
Im Vorfeld eines „Generationstheaters“ interviewt die Trainerin die Belegschaft ihres Auftraggebers, um real existierende Konflikte zwischen den Generationen herauszufinden. Die Bandbreite reicht in der Regel von „Die Jungen grüßen nicht richtig“ bis hin zu „Die Alten vergöttern stur ihre Regeln“.
Für ein gernerationenübergreifendes Miteinander
Die realen Fälle bilden dann den Anfang mehrerer kleiner Theaterszenen, die von ausgewählten Mitarbeitern vor Publikum zu Ende gespielt werden. Wenn einzelne Spieler nicht weiter wissen, kann ihnen das Publikum und die Trainerin helfen. Durch solch ein unterhaltsames und entwaffnendes Stegreiftheater wird laut Weßels mit den vorhandenen Vorurteilen aufgeräumt und für ein erfolgreiches generationsübergreifendes Miteinander gesorgt. Direkt im Anschluss an das Theaterspiel erfolgt ein Austausch, damit das Erlebte nachhaltig in Erinnerung bleibt. Die Führungskräfte klären in einem eigenen Workshop, was das für ihre zukünftige Führungsarbeit bedeutet und was sie ändern können.
Theaterspiel leitet Kulturwandel ein
Die DVCT-Jury zeigte sich beeindruckt: „Das Generationentheater ist ein Format, das in nur sechs Stunden große und heterogene Gruppen erreicht. Es sorgt dafür, dass sich die Beteiligten zukünftig wertschätzend begegnen und das ungeachtet ihrer Andersartigkeit und Hierarchien. Das positive gemeinsame Erlebnis leitet einen Kulturwandel ein, von dem alle profitieren.“ Auf der Bühnen sind die Vertreter der Generation Babyboomer (nach 1955 geboren), der Generation X (nach 1965 geboren), der Generation Y (nach 1980 geboren) und der Generation Z (nach 1995 geboren) zu sehen. Das Konzept überzeugte auch deshalb, weil ein Auftraggeber ein Video von „seinem“ Generationentheater produzieren ließ. Diese Videoaufzeichnungen transportieren sehr gut den Spirit der Veranstaltungen. Es handelt sich um einen Mitschnitt eines Generationentheaters , das im Februar 2018 stattfand.
Der 2003 gegründete DVCT ist mit knapp 1.600 Mitgliedern der größte Verband für Coaching und Training in Deutschland.
>> Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:
Haufe Group übernimmt die Matching-Plattform Klaiton
-
Acht rettende Sätze für schwierige Gesprächssituationen
555
-
Workation und Homeoffice im Ausland: Was Arbeitgeber wissen müssen
222
-
Essenszuschuss als steuerfreier Benefit
186
-
BEM ist Pflicht des Arbeitgebers
181
-
Mitarbeiterfluktuation managen
1174
-
Probezeitgespräche als Feedbackquelle für den Onboarding-Prozess
114
-
Das sind die 25 größten Anbieter für HR-Software
102
-
Warum Offboarding an Bedeutung gewinnt
95
-
Der große NLP-Bluff Teil I: Wie alles begann
888
-
Studie offenbart zu wenige Strukturen beim Onboarding
68
-
Frauengesundheit am Arbeitsplatz: Wechseljahre, Kinderwunsch und neue Benefits
01.09.2026
-
Unternehmen zahlten 2025 fast 86 Milliarden Euro für erkrankte Mitarbeitende
31.08.2026
-
Der Perspektiv-Shift
28.08.2026
-
Wenn Recruiting am Jobtitel scheitert
27.08.2026
-
Wie Führungskräfte Mitarbeitergespräche vereinfachen
26.08.2026
-
Work Culture Festival: Kultur, KI und die Zukunft des Büros
26.08.2026
-
Die großen Denkfehler bei der Raumgestaltung
25.08.2026
-
Wertschätzen statt abwimmeln – zehn Tipps für Absagen
25.08.20261
-
bKV: Gesundheit als Basis für Erfolg und Produktivität
24.08.2026
-
Die Stop-Doing-Liste: Warum die mutigste Führungsentscheidung das Weglassen ist
24.08.20261