Aktive Pause beugt Rückenbeschwerden vor
Zwangshaltungen durch Über-Kopf- oder gebückt auszuführende Arbeiten, das Heben und Bewegen von Lasten sind nur einige der Ursachen, die zu Muskel-Skelett-Erkrankungen verursachen können. Nach einer Umfrage der BKK sind insbesondere auch Stress und langes Sitzen ohne körperlichen Ausgleich Schuld an verspannten Muskeln, die sich langfristig in Rückenkrankheiten manifestieren. Um die Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit erhalten und auch verbessern zu können, ist eine betriebliche Prävention von Muskel-Skelett-Erkrankungen unumgänglich. Die aktive Pause stellt in diesem Kontext eine sinnvolle Präventionsmaßnahme dar.
Reduktion von Rückenbeschwerden als BGF-Maßnahme
Die beste Wirkung erzielt dabei eine Kombination aus verhältnis- und verhaltenspräventiven Maßnahmen: Einerseits sollten Maßnahmen zur gesundheitsförderlichen Gestaltung der Arbeitsbedingungen umgesetzt werden, wie beispielsweise eine Anschaffung ergonomischer Arbeitsmittel. Andererseits sollte auch an dem individuellen Verhalten der Mitarbeiter angesetzt werden. Dies setzt eine Schulung sowie eine Sensibilisierung der Mitarbeiter zur Verbesserung des Gesundheitsverhaltens voraus, um die Belegschaft zu einem gesundheitsförderlichen Arbeits- und Lebensstil zu bewegen. Hierbei gibt es zahlreiche Möglichkeiten, wie Unterweisungen, Gesundheitsworkshops, Fitnesskurse und aktive Pausen.
Aktive Pause hilft Verspannungen zu lösen
Aktive Pausen bieten den Mitarbeitern eine Möglichkeit, innerhalb kurzer Zeitspannen in Bewegung zu kommen und das Herz-Kreislauf-System zu fördern. Zudem können Mitarbeiter mithilfe zielgerichteter Übungen Verspannungen lösen und dem Auftreten erneuter Verspannungen vorbeugen.
Die Realität zeigt jedoch, dass Maßnahmen im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung oftmals einmalig mit nur wenigen Einheiten durchgeführt und lediglich von den bereits sportbegeisterten Mitarbeitern angenommen werden. Dass dadurch keine nachhaltige gesundheitsfördernde Wirkung für die gesamte Belegschaft erzeugt werden kann, liegt auf der Hand.
Wie Mitarbeiter zur gesunden Pause motiviert werden
Drei Grundvoraussetzungen können möglichst viele Mitarbeiter langfristig zur Teilnahme an der aktiven Pause motivieren:
- ein niederschwelliger Einstieg
- regelmäßige Durchführung
- abwechslungsreiche und motivierende Übungen
Hilfreich ist außerdem, eine Vielfalt an Übungen und Hilfsmitteln oder auch motivierende Musik zu integrieren. Zudem sollte die aktive Pause so kommuniziert werden, dass alle Mitarbeiter über das Angebot sowie Ort, Uhrzeit, Ansprechpartner und Möglichkeit zur Anmeldung informiert sind.
Die beliebtesten Übungen für die aktiven Pause
Um den Mitarbeitern eine ganze Palette an Bewegungsmaßnahmen bieten zu können, eignen sich vor allem Dehn- und Kräftigungsübungen, die im Sitzen (beispielsweise auf dem Bürostuhl) und im Stehen durchgeführt werden können. Zu beliebten Übungen zählen etwa Kniebeugen, Ausfallschritte sowie Übungen zur Schulter- und Nackendehnung. Optional können Atem-, Entspannungs- und Augenübungen (z. B. Augenyoga) integriert werden.
Hilfsmitteln, wie Übungsbänder oder Kurzhanteln, sowie eine Auswahl an Maßnahmen, die in (Klein)Gruppen durchgeführt werden können, bieten zusätzliche Möglichkeiten, die aktive Pause abwechslungsreich zu gestalten. Wer über ein ausreichend großes Firmengelände oder sogar einen Zugang zu einem Wald bzw. Park verfügt, sollte auch über Maßnahmen zum Ausdauertraining (z. B. gemeinsames Walking) nachdenken.
Übungen und Beispiele für aktive Pausen in Betrieben finden Sie hier:
Übungsbeispiel aktive Pause (Hochschule Bochum)
Übungsbeispiel aktive Pause (Barmer GEK)
Hinweis:
Unternehmen, die langfristig ein Konzept zur Förderung der Rückengesundheit aufbauen wollen, können Mitarbeiter zum Gesundheitsexperten im Betrieb – Ergonomie und Rückengesundheit ausbilden lassen. Einen nebenberuflichen Lehrgang bildet die BSA-Akademie an. Für weitere Info bitte hier klicken.
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