04.05.2016 | Interim-Management

Interim-Management-Branche wächst weiter

Thorsten Becker (links) und Jürgen Becker sind beim AIMP verantwortlich für die jährliche Provider-Umfrage.
Bild: AIMP, Arbeitskreis Interim Management Provider

Interim-Management-Dienstleister rechnen mit einem Wachstum von sechs Prozent im kommenden Jahr. Change Management gewinnt wieder stark an Bedeutung gegenüber klassischen Projektmanagement- und Restrukturierungsmandaten. Das geht aus der aktuellen AIMP-Providerumfrage hervor.

Die Mitglieder des „Arbeitskreis Interim Management Provider“ (AIMP), ein ein Zusammenschluss von 25 auf Interim Management spezialisierten Personalberatungen aus der DACH-Region, glauben in den nächsten beiden Jahren ein Marktvolumen von mehr als 2,5 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr erreichen zu können. Die Interim-Management-Dienstleister erwarten 2016 und 2017 jeweils ein Wachstum von sechs Prozent. Damit läge die Branche deutlich über dem  prognostizierten Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP), das sich aktuell bei 1,3 bis 2,2 Prozent Wachstum im Jahr 2016 beziehungsweise bei 1,5 bis 2,4 Prozent Wachstum im Jahr 2017 bewegt.

Mittelstand ist wichtigste Kundengruppe

Bislang waren mittelständische Unternehmen mit 100 bis 999 Mitarbeitern bei gut 50 Prozent Umsatzanteil die wichtigste Kundengruppe der Interim-Management-Provider. Mit nunmehr 60 Prozent Anteil gewinnen sie nochmals weiter an Bedeutung. „Betrachtet man diesen deutlichen Zuwachs in Verbindung mit den in den Mandaten immer wieder zusätzlich erteilten Aufgaben, so bestätigt es unsere Einschätzung, dass die Qualität und der Nutzen des Interim-Managements verbreitet als positiv wahrgenommen werden“, so Dr. Andreas Suter, Vorsitzender des AIMP.

Change Management gewinnt wieder an Bedeutung

Mit einem massiven Zuwachs auf 23 Prozent gewinnt Change Management seit drei Jahren wieder deutlich an Bedeutung gegenüber klassischen Projektmanagement- und Restrukturierungsmandaten. „Wir beobachten gerade im gehobenen Mittelstand, dass über Interim-Management eine bestimmte Expertise oder zusätzliche Kapazität ins Unternehmen geholt wird, um sich auf zukünftige Herausforderungen vorzubereiten und die nötigen Veränderungen auch wirklich umsetzen zu können“, so die beiden Verantwortlichen der Studie, Jürgen Becker und Thorsten Becker. Künftig erwarten die AIMP-Mitgliedsunternehmen noch weiteren Zuwachs bei Change-Themen. Gerade in digitalen Transformationsprojekten seien die Erfahrungen von Interim-Managern besonders gefragt.

 

Schlagworte zum Thema:  Dienstleister, Interimmanagement, Change Management

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