| Auslandsentsendung

Neue Kaufkraftzuschläge für den Auslandseinsatz

Bei Auslandsentsendung können höhere Lebenshaltungskosten durch einen Kaufkraftzuschlag kompensiert werden
Bild: Haufe Online Redaktion

Die steuerfreien Kaufkraftzuschläge wurden für einige Dienstorte neu festgesetzt. Sie bleiben unter bestimmten Voraussetzungen steuer- und damit auch beitragsfrei in der Sozialversicherung. Das Bundesfinanzministerium hat die entsprechende Tabelle aktualisiert.

Derzeit gilt beispielsweise für Schweden ein Zuschlag von fünf Prozent, in New York ein Zuschlag von zehn Prozent. In Japan liegt er gar bei 30 Prozent. Tipp: In der Tabelle des BMF wurden die Werte für den Zeitraum 2004 bis 2012 ausgeblendet. Diese Werte können durch Markieren der Zeilen über und unterhalb der ausgeblendeten Zeile über den Menüpunkt "Einblenden" sichtbar gemacht werden.

Steuer- und beitragsfreie Kaufkraftzuschläge

Kaufkraftzuschläge erhalten vor allem Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst und vergleichbare Personen (§ 3 Nr. 64 Sätze 1 und 2 EStG). Wird einem Mitarbeiter von einem privaten inländischen Arbeitgeber ebenfalls ein Kaufkraftausgleich gewährt, bleibt er steuer- und damit auch beitragsfrei in der Sozialversicherung, wenn der Mitarbeiter

  • aus dienstlichen Gründen ins Ausland entsandt wird und
  • dort für einen begrenzten Zeitraum einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat (§ 3 Nr. 64 Satz 3 EStG).

Lesen Sie hier, in welchem Fall es sich um eine Entsendung handelt.

Steuerfreiheit des Kaufkraftausgleichs in der Privatwirtschaft

Der Umfang der Steuerfreiheit des Kaufkraftausgleichs bestimmt sich auch in der Privatwirtschaft nach den – neu bekannt gemachten - Sätzen des Kaufkraftzuschlags zu den Auslandsdienstbezügen.

Die Zuschlagssätze werden im öffentlichen Dienst auf 60 Prozent der Dienstbezüge, die bei Verwendung im Inland zustehen, und der Auslandsdienstbezüge angewendet. Außerhalb des öffentlichen Dienstes ist eine vergleichbare Bemessungsgrundlage meist nicht vorhanden ist. Deshalb wird der steuerfreie Teil des Kaufkraftausgleichs bestimmt, indem ein entsprechender Abschlagssatz nach den Gesamtbezügen einschließlich des Kaufkraftausgleichs angewendet wird (Einzelheiten siehe R 3.64 EStR und H 3.64 LStH).

Achtung: Die Regelungen zum Kaufkraftausgleich sind für Mitarbeiter privater Arbeitgeber oft bedeutungslos, weil in vielen Fällen schon eine generelle Steuerbefreiung aufgrund eines Doppelbesteuerungsabkommens gegeben ist.

Hinweis: Bundesfinanzministerium, Bekanntmachung über die Steuerbefreiung des Kaufkraftausgleichs v. 4. Oktober 2016, IV C 5 - S 2341/15/10002

Schlagworte zum Thema:  Kaufkraftausgleich, Entsendung

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