Kalte Progression: Bund der Steuerzahler fordert Abbau der heimlichen Steuererhöhung
Reiner Holznagel, Präsident des Bundes der Steuerzahler fordert: Die Politik sollte den Abbau der kalten Progression in Angriff nehmen, schließlich werden die Steuerzahler durch die kalte Progression überproportional besteuert. Vor der kalten Progression darf auch der Bundesrat die Augen nicht verschließen. Mit einem Abbau der kalten Progression könnten besonders kleine und mittlere Einkommen von zukünftigen ungerechtfertigten Steuererhöhungen befreit werden.
"Gegenwärtig profitiert bei Lohn- und Einkommenssteigerungen vor allem der Fiskus. Ein Inflationsausgleich von beispielsweise 2,5 % führt zu einer durchschnittlichen Steuererhöhung von über 4,5 %. Das muss sich ändern. Zumal der Effekt der kalten Progression über die jüngste Anhebung des Grundfreibetrag auf 8.130 EUR nochmals verschärft wurde. Jeder mehr verdiente Euro führt damit - gerade bei kleineren Einkommen knapp über diesem Betrag - zu einer extremen Steuermehrbelastung", so Holznagel weiter zur kalten Progression.
Mehreinnahmen durch kalte Progression
Nach Zahlen des Bundesministeriums der Finanzen nimmt der Fiskus rund 9 Milliarden Euro allein in den Jahren 2011 bis 2013 zusätzlich aus der kalten Progression ein. Auch im Jahr 2014 sind Mehreinnahmen von 3 Milliarden Euro durch die kalte Progression zu erwarten.
(Als kalte Progression bezeichnet man die Steuermehrbelastung bei steigendem Einkommen, wenn der Steuertarif nicht an die Inflation angepasst wird.)
-
Neue Entfernungspauschale ab 2026: Auswirkungen auf die Entgeltabrechnung
5.715
-
Elektrofahrzeuge: Aufladen im Betrieb und zuhause
3.30844
-
Geschenke an Mitarbeitende und Geschäftsfreunde
3.0181
-
Steuerliche Förderung bei Elektro- und Hybridfahrzeugen
2.368
-
Sachbezugswerte für Mahlzeiten im Jahr 2026 und mehr
2.317
-
Aufmerksamkeiten an Arbeitnehmende bis zu 60 Euro steuerfrei
2.083
-
Was passiert bei Überschreiten der Geringfügigkeitsgrenze?
1.901
-
Dienstrad: Leasing, Überlassung, Übereignung und Aufladen von E-Bikes
1.8942
-
Steuerfreie Übernahme von Kinderbetreuungskosten durch den Arbeitgeber
1.69511
-
Entgeltabrechnung: Was bei einer nachträglichen Korrektur zu beachten ist
1.648
-
FAQ zur steuerfreien Aktivrente ab 2026
02.04.2026
-
Änderungen bei Betriebsveranstaltungen: Voraussetzungen und Freigrenze
24.03.2026
-
Definition: Was gilt als Betriebsveranstaltung?
24.03.2026
-
Pauschalversteuerung einer Betriebsveranstaltung
24.03.2026
-
Steuerliche Regeln bei mehreren Betriebsveranstaltungen im Jahr
24.03.2026
-
Für Betriebsveranstaltungen gilt ein Freibetrag von 110 Euro
24.03.2026
-
Unfallversicherungsschutz bei Betriebsveranstaltungen
24.03.2026
-
Sozialversicherungsbeiträge aus Feiertagszuschlägen richtig berechnen
24.03.2026
-
Welche Stolperfallen bei Minijobs und Arbeit auf Abruf auftreten
23.03.2026
-
Das Statusfeststellungsverfahren im Überblick
19.03.2026
Frank Holst
Thu Apr 11 15:42:43 UTC 2013 Thu Apr 11 15:42:43 UTC 2013
Hallo Herr Schröder, meinen Sie eine automatische Dynamisierung? Kein uninteressanter Vorschlag. Aber auf welchen Faktor sollte man zurückgreifen? Inflationsquote?
Beste Grüße, Frank Holst, Redaktion Steuern
Michael Schröder
Thu Apr 11 14:52:28 UTC 2013 Thu Apr 11 14:52:28 UTC 2013
Da stellt sich auch die Frage, ob man nicht nur den Steuertarif, sondern auch gleich alle Freibeträge, Freigrenzen usw. dynamisieren sollte ...