Zahl der Pensionäre gestiegen
Im Schnitt bezogen die Pensionäre ein Ruhegehalt von 3.170 Euro brutto im Monat (2021: 3.160 Euro). Zudem bekamen 377.700 Hinterbliebene Versorgungsleistungen (plus 0,3 Prozent). Stichtag war der 1. Januar 2022.
Mehr Pensionäre in Ländern in Kommunen
Die Ausgaben für Pensionen der ehemaligen Staatsbediensteten beliefen sich den Angaben nach im vergangenen Jahr auf 52,5 Milliarden Euro. Für die Hinterbliebenenversorgung wurden 8,2 Milliarden Euro aufgewendet. Die Zahl der Pensionärinnen und Pensionäre sank im Bundesbereich gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Prozent. Im Landesbereich stieg die Zahl derweil um 2,3 Prozent, im kommunalen Bereich um 3,6 Prozent.
Der Schuldienst im Landesbereich bildete demnach mit einem Anteil von 33,1 Prozent aller Pensionärinnen und Pensionäre die größte Gruppe. Danach folgten ehemalige Bahn- sowie Postbeamte mit 20,9 Prozent.
Die übrigen Pensionärinnen und Pensionäre verteilen sich auf den restlichen Bundes- (10,6 %) und Landesbereich (26,1 %) sowie auf den kommunalen Bereich (7,6 %) und die Sozialversicherung (1,5 %).
Pensionierungswelle im Schuldienst abgeflacht
In den Jahren 2000 bis 2020 hatte sich die Zahl der Pensionärinnen und Pensionäre stark erhöht (+53,9 %). Dieser Anstieg ließ sich überwiegend auf die hohe Zahl an Pensionierungen von Lehrerinnen und Lehrern zurückführen, die in den 1960er- und 1970er-Jahren eingestellt wurden. Aufgrund steigender Schülerzahlen infolge des Babybooms und des Trends zu höheren Schulabschlüssen war damals der Lehrkräftebedarf gestiegen. Im Schuldienst des Landesbereichs hatte sich die Zahl der Ruhegehaltsempfängerinnen und -empfänger in diesen 20 Jahren fast verdreifacht (+181,1 %). Mittlerweile sind die stärksten Einstellungsjahrgänge bereits pensioniert worden, sodass es im Jahr 2021 nur noch zu knapp 17 000 Neupensionierungen im Schuldienst kam. Weniger Pensionierungen gab es hier zuletzt im Jahr 2005, die meisten Pensionierungen fanden mit jeweils 27 900 in den Jahren 2014 und 2015 statt.
21 % der Neupensionierten erreichten die Regelaltersgrenze
48.400 oder 80 % der insgesamt 60 200 Neupensionärinnen und Neupensionäre des Jahres 2021 schieden mit dem Erreichen einer Altersgrenze mit durchschnittlich 63 Jahren und 9 Monaten aus dem aktiven Dienst aus. Davon erreichten allerdings nur 12.600 die gesetzliche Regelaltersgrenze (21 % aller Neupensionierten). Die übrigen 35.800 (59 % aller Neupensionierten) traten mit Erreichen einer sogenannten Antragsaltersgrenze vorzeitig in den Ruhestand oder erreichten eine besondere Altersgrenze, wie sie etwa im Vollzugsdienst oder für Berufssoldatinnen und -soldaten gilt.
Weitere 10.200 Personen oder 17 % aller im Jahr 2021 Neupensionierten wurden wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt. Sie waren bei Eintritt in den Ruhestand durchschnittlich 57 Jahre und 4 Monate alt. Die übrigen 3 % der Pensionierungen entfielen auf Vorruhestandsregelungen oder sonstige Gründe.
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