Mit dem Angebot der Verbeamtung sollen neue Lehrkräfte gewonnen werden. Bild: Haufe Online Redaktion

Im Wettbewerb der Bundesländer um neue Lehrkräfte setzt der neue Kultusminister von Sachsen auf das Instrument der Verbeamtung - eventuell auch für einen vorübergehenden Zeitraum von fünf Jahren. 

Sachsens neuer Kultusminister Frank Haubitz (parteilos) will Lehrer verbeamten und Bürokratie abbauen. «Die Verbeamtung ist das nachhaltige Instrument, um den Lehrerbedarf langfristig abzusichern», sagte Haubitz.

"Verbeamtung ist Wettbewerbsvorteil"

Alle Flächenländer ringsum hätten die Verbeamtung und damit einen Wettbewerbsvorteil. Da müsse man sich fragen: «Warum bieten wir dann etwas an, das nicht gewollt wird?» Man müsse sich ja nicht für immer festlegen, sagte Haubitz. «Vielleicht öffnen wir den Verbeamtungskorridor einfach einmal für fünf Jahre. Und dann schauen wir, wie wettbewerbsfähig wir geworden sind.»

Schulleiter sollen in Ferien mehr frei haben

Nach dem Willen von Haubitz sollen Schulleiter in den Ferien künftig nicht mehr präsent sein müssen. «Im dümmsten Fall habe ich eine Woche rumgesessen und gehofft, dass mich jemand anruft. Das wird abgeschafft», sagte er. Haubitz war vor seiner Ernennung Schulleiter an einem Dresdner Gymnasium.

Auch die Bildungsempfehlung solle umstrukturiert werden. «Die Grundschullehrer müssen kein Worturteil mehr schreiben. Die Empfehlung wird ab Februar 2019 nur noch auf Noten basieren, mit Entscheidung der Klassenkonferenz.»

Schlagworte zum Thema:  Sachsen, Lehrer, Verbeamtung

Aktuell
Meistgelesen