Steigende Arbeitsbelastung kann zu einem erhöhten Krankenstand führen. Bild: Haufe Online Redaktion

Der Krankenstand in der Brandenburger Landesverwaltung ist hoch. Im Jahr 2016 verzeichneten die Justizvollzugsanstalten 55 durchschnittliche Krankheitstage pro Kopf. Auch bei der Polizei gibt es viele Ausfälle, ebenso wie bei den Beamten und Tarifbeschäftigten an Gerichten.

Aufgrund einer Anfrage der CDU-Fraktion, nahm die Landesregierung in Brandenburg Stellung zum Krankenstand in der Brandenburger Landesverwaltung. Anlass für die Anfrage war der bisherige hohe Krankenstand in vielen Bereichen der Landesverwaltung, unter anderem infolge steigender Arbeitsbelastungen. Laut CDU-Fraktion muss dies als Alarmsignal verstanden werden.

55 durchschnittliche Fehltage in der Justizvollzugsanstalt

Den höchsten Krankenstand verzeichnet die Justizvollzugsanstalt mit durchschnittlich 55 Krankentagen im Jahr 2016 pro Kopf. Die Polizisten sind im Durchschnitt 35,5 Arbeitstage ausgefallen, die Beamten und Tarifbeschäftigten des Finanzgerichts sowie der Arbeitsgerichtsbarkeit 35 Tage.

Maßnahmen zur Verringerung des Krankenstands

Bereits 2004 wurde eine Handlungsempfehlung „Gesundheitsmanagement für die Landesverwaltung Brandenburg“ beschlossen. Demnach sollen belastende Faktoren minimiert und körperliche sowie psychische Schutzfaktoren gestärkt werden. Nachdem der Krankenstand trotz allem hoch ist, soll das Konzept durch verbesserte gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen erweitert werden. Für das Gesundheitsmanagement sollen zudem ab 2019 zweckgebunden 50 EUR pro Vollzeitkraft pro Jahr zur Verfügung gestellt werden.

 

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Schlagworte zum Thema:  Krankenstand, Öffentlicher Dienst, Brandenburg

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