Das Fazit von L'Oréal
Haufe Online-Redaktion: Welches Fazit ziehen Sie nach einem Jahr aus dem Projekt "Anonyme Bewerbungen" der Anti-Diskriminierungsstelle?
Yvonne von de Finn: Vielfalt und Chancengleichheit sind seit vielen Jahren fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie von L‘Oréal und wichtige Pfeiler für den Erfolg unseres Unternehmens. Mit der Teilnahme an dem Projekt "Anonyme Bewerbungen" der Anti- Diskriminierungsstelle wollten wir eine neue Möglichkeit testen, die diese Vielfalt in unserem Unternehmen weiter fördern kann.
Im Zuge dessen haben wir Positionen als Führungsnachwuchskraft im Vertrieb, im Außendienst sowie im Produktmanagement für die Marken Vichy und La Roche Posay ausgeschrieben. Um eine Vergleichbarkeit zu erzielen, wurden die persönlichen Informationen aus dem Lebenslauf bei Bewerbungen für Vichy anonymisiert, für La Roche Posay nicht, wobei der Lebenslauf als Beurteilungsgrundlage für eine Einladung zum Vorstellungsgespräch diente.
Die eingegangenen Bewerbungen und geführten Vorstellungsgespräche haben gezeigt, dass unsere Personalverantwortlichen durch unsere seit Jahren durchgeführten Diversity-Seminare bereits sehr offen und sensibilisiert für das Thema sind. Denn die Profile der ausgewählten Bewerber sind sehr ähnlich, unabhängig davon, ob sich die Person anonym beworben hat oder nicht. So ist die Prozentzahl an Frauen bei beiden Bewerbungsverfahren gleich hoch, ebenso die Anzahl von Bewerbern nicht deutscher Nationalität. Die Qualität der Bewerber hat ebenfalls keine Unterschiede hervorgebracht. Aktuelle Zahlen zur Mitarbeiterstruktur in Deutschland bestätigen den Erfolg unserer gelebten Diversity-Strategie: Über 40 Prozent unserer Führungskräfte sind weiblich, sechs von 13 Markenverantwortlichen sind Frauen und allein bei L’Oréal in Deutschland arbeiten Mitarbeiter aus zirka 40 verschiedenen Nationen. Wir werden daher unser bewährtes Rekrutierungsverfahren fortführen.
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