Jugendliche streben in den öffentlichen Dienst
Rund 22.000 Schülerinnen und Schüler von allgemein- und berufsbildenden Schulen der Klassenstufen 8 bis 13 haben für die Studie einen Online-Fragebogen beantwortet. Der Altersdurchschnitt der Teilnehmer lag bei 15,8 Jahren. Durchgeführt wurde die Umfrage vom Oktober 2019 bis Januar 2020, die Eindrücke der Corona-Pandemie konnten deshalb noch nicht einfließen.
Polizei liegt bei Berufswünschen an der Spitze
Die Polizei liegt mit 17,4 Prozent an der Spitze der Rangliste, es folgen die Bundeswehr (13,2 Prozent) und der Sportartikelkonzern Adidas (9,6 Prozent). Knapp dahinter mit jeweils 8,3 Prozent reihen sich die Autohersteller BMW und Daimler ein, wobei diese bei den Mädchen deutlich unbeliebter sind als bei den Jungen.
Bei den Mädchen findet sich auf Platz drei der Rangliste das Deutsche Rote Kreuz wieder, während die Plätze eins und zwei über alle Befragten hinweg gleich belegt sind. Der generelle Blick auf die Branchen unterstreicht dieses Bild. Der öffentliche Sektor reizt die Befragten am stärksten (31,5 Prozent). Der Wert hat gegenüber 2019 sogar um 3,5 Prozent zugelegt.
Mit einigem Abstand (19,4 Prozent) kommt der Handel auf den zweiten Platz. Die Autobranche ist am stärksten in der Gunst gefallen, (18,2 Prozent, minus 3,1 Prozent im Vergleich zu 2018). Auf Platz drei im Branchenvergleich liegt sie gleichwohl dennoch, hauptsächlich aufgrund der Jungen.
Während der öffentliche Sektor bei Jungen und Mädchen gleichermaßen hoch im Kurs steht, ist der Handel bei Jungen kaum von Interesse – was bei den Mädchen für die Autoindustrie gilt.
Wichtige Faktoren für Jugendliche
Als besonders wichtige Faktoren für die Wahl ihres künftigen Arbeitgebers nennen die Schülerinnen und Schüler „gute Vorgesetzte“, einen fairen Bewerbungsprozess sowie eine sinnvolle Tätigkeit. Nicht zuletzt sind ihnen auch ein faires Gehalt während der Ausbildung und ein gutes Kollegenumfeld wichtig.
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