Sperrmüll_Copyright_Musterknaben

Sperrmüll ist längst kein Randthema mehr. Er ist zu einem der zentralen Bewirtschaftungsrisiken im Geschosswohnungsbau geworden – operativ, rechtlich und wirtschaftlich. Und doch wird er in vielen Wohnungsunternehmen noch immer als "Abfallproblem" gesehen, das irgendwie der Hausmeister oder die Gemeinde lösen soll. Diese Haltung kostet Geld. 

Wie Sperrmüll zum Problem wurde

Um die heutige Situation zu verstehen, lohnt ein kurzer Blick zurück. In der vorindustriellen Zeit war Sperrmüll schlicht kein Thema – Gegenstände wurden weitergegeben, verkauft oder repariert. Erst mit dem Wirtschaftswunder der Nachkriegsjahre entstand das eigentliche Problem: Massenkonsum, neue Materialien wie Spanplatten und Kunststoffe, und eine Gesellschaft, die Möbel und Geräte im Rhythmus weniger Jahre austauschte. 

Städte und Kommunen reagierten mit der Einführung geplanter Sperrmüllabholungen. In der Konsumgesellschaft ab den 1970er Jahren wurde Sperrmüll verwaltet und logistisch planbar – Abholtermine, Wertst...

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Dies ist ein Beitrag aus der Zeitschrift Die Wohnungswirtschaft.
DW Die Wohnungswirtschaft 9/2026

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