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Bebauung des Tempelhofer Felds abgelehnt

Das Ergebnis des Volksentscheids steht fest: Das Tempelhofer Feld bleibt unbebaut
Bild: Haufe Online Redaktion

Beim Volksentscheid am 25. Mai 2014 stimmten 64,3 Prozent für den Gesetzentwurf der Bürgerinitiative „100 Prozent Tempelhofer Feld“. Der Plan der Landesregierung für eine Bebauung scheiterte.

Insgesamt stimmten 738.124 Berliner bei dem Volksentscheid gegen die Randbebauung des ehemaligen Flughafengeländes, das nötige Quorum von einem Viertel der Stimmberechtigten wurde damit deutlich übertroffen.

Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) bezeichnete das Ergebnis als bittere Niederlage. Er bedauere die vergebene Chance, städtische Wohnungen auch für Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen bauen zu können.

Für eine „behutsame Randbebauung“ hatte sich auch das Aktionsbündnis „Tempelhofer Feld für alle“ stark gemacht. An dem Aktionsbündnis waren u.a. der BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V., der Landesverband Berlin/Brandenburg des BFW Bundesverband freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V., die Degewo AG, die Baugenossenschaft Ideal eG sowie die Stadt und Land Wohnbauten-Gesellschaft mbH beteiligt. Degewo, Ideal sowie Stadt und Land planten, in Randgebieten des Geländes Wohngebäude errichten; insgesamt sollten entlang des Tempelhofer Damms 1.500 bis 1.700 Wohnungen entstehen.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit kündigte an, stattdessen an anderen Orten Wohnungen bauen zu wollen. Der Senat werde nun nach Alternativen suchen, um Wohnungen für alle Einkommensgruppen zu bauen. Wo dies geschehen könnte, ist bislang noch unklar.

Maren Kern, Vorstand beim BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V., sieht nun auch die Gegner der Bebauung in der Pflicht, Alternativen zu entwickeln: „Sie müssen Vorschläge machen, wo die Wohnungen, Schulen und Sportstätten gebaut werden können, die die Stadt so dringend braucht.“

Schlagworte zum Thema:  Wohnungswirtschaft, Stadtentwicklung

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