Schweiz: Ausländische Firmen vermehrt in der MwSt-Pflicht

Die Schweiz hat per 1.1.2018 einige neue Regeln im Bereich der Mehrwertsteuer eingeführt. Diese Normen beabsichtigen, ausländische Leistungserbringer in der Schweiz vermehrt der Schweizer MwSt zu unterstellen.

Durch diese Teilrevision soll der mehrwertsteuerbedingte Wettbewerbsnachteil für schweizerische gegenüber ausländischen Anbietern eliminiert werden. Allerdings gab es seit dem Erlass der neuen Gesetzesänderung bereits gewisse Anpassungen, damit nicht zu viele ausländische Unternehmen in der Schweiz steuerpflichtig werden.

Ausländische Unternehmen unterstehen möglicherweise der Mehrwertsteuerpflicht

In der Praxis stellen wir fest, dass viele ausländische Unternehmen sich ihrer möglichen Mehrwertsteuerpflicht in der Schweiz (noch) nicht bewusst sind und sie deshalb auch nicht wissen, welche Elemente entscheidend dafür sein können, ob eine Schweizer Mehrwertsteuerpflicht ausgelöst wird oder nicht.

Schweiz kein Mitglied der EU: Doppelbesteuerung droht

Weiter ist zu beachten, dass die Schweiz kein Mitglied der Europäischen Union (EU) und damit aus Sicht der EU ein Drittstaat ist. Dies kann dazu führen, dass die Schweiz und EU Staat den gleichen Sachverhalt mehrwertsteuerrechtlich unterschiedlich würdigen, was im schlechtesten Fall zu einer Doppelbesteuerung führt.