Kapitel 14: Konzernabschlus... / dd) Bewertungsvorschriften (§§ 252 bis 256a HGB)
 

Tz. 273

§ 252 HGB: Die allgemeinen Bewertungsgrundsätze (Bilanzidentität; Fortführungsprinzip; Einzelbewertung; Vorsichtsprinzip; Realisationsprinzip; Bewertungsstetigkeit; vgl. Kapitel 6 Tz. 1 ff.) gelten auch im Konzernabschluss. Der Grundsatz der Bilanzidentität kann jedoch nach Maßgabe von § 294 Abs. 2 Satz 2 HGB (vgl. Tz. 144 ff.) durchbrochen werden.

 

Tz. 274

§ 253 HGB: Die Regelungen zur Zugangs- und Folgebewertung für Vermögensgegenstände und Schulden (durch das BilMoG 2009 wesentlich und durch das BilRUG weiter angepasst; vgl. Kapitel 6 Tz. 73 ff.) gelten uneingeschränkt im Konzernabschluss.

 

Tz. 275

§ 254 HGB: Die Regeln zur Bildung von Bewertungseinheiten (vgl. Kapitel 6 Tz. 596 ff.) finden Anwendung. Grund- und Sicherungsgeschäfte sind auf Konzernebene zu berücksichtigen, d. h. können von unterschiedlichen Konzerngesellschaften herrühren.[404]

 

Tz. 276

§ 255 HGB: Die Regeln zu Anschaffungs- und Herstellungskosten (durch das BilMoG 2009 wesentlich und durch das BilRUG weiter angepasst; vgl. Kapitel 6 Tz. 660 ff.) gelten uneingeschränkt im Konzernabschluss. Auch hier ist auf Konzernsicht abzustellen (§ 304 HGB; vgl. Tz. 478 ff.).

 

Tz. 277

§ 256 HGB: Die Bewertungsvereinfachungsverfahren für Vorratsvermögen (Verbrauchsfolgeverfahren; vgl. Kapitel 6 Tz. 756 ff.) können uneingeschränkt im Konzernabschluss angewandt werden.

 

Tz. 278

§ 256a HGB: Der Grundsatz, dass auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden zum Devisenkassamittelkurs umzurechnen sind (Währungsumrechnung; vgl. Kapitel 6 Tz. 791 ff.) gilt auch im Konzernabschluss. Daneben tritt § 308a HGB, der die Umrechnung von ganzen Jahresabschlüssen (alle Aktiv- und Passivposten) regelt (vgl. Tz. 571 ff.).

[404] Winkeljohann/Deubert, in: BeckBilKo, § 298 HGB Rn. 42.

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