Verluste/Verlustabzug / 7.6 Verluste aus gewerblicher Tierzucht oder Tierhaltung

Verluste aus gewerblicher Tierzucht oder Tierhaltung dürfen weder mit anderen Einkünften aus Gewerbebetrieb noch mit Einkünften aus anderen Einkunftsarten ausgeglichen werden; sie dürfen auch nicht nach § 10d EStG abgezogen werden. Nur eine Verrechnung mit positiven Einkünften aus gewerblicher Tierzucht oder Tierhaltung aus dem laufenden oder dem vorangegangenen VZ oder aus den folgenden VZ ist zulässig.[1] Die Regelung ist mit Verfassungs- und Europarecht vereinbar.[2] Sie ist auch auf doppelstöckige Personengesellschaften anwendbar.[3]

 
Hinweis

Anhängiges Verfahren beim BFH

Das Ausgleichsverbot für Verluste aus gewerblicher Tierhaltung nach § 15 Abs. 4 Satz 1 EStG besteht auch dann, wenn bei der Aufzucht und der Ausbildung von Pferden die Tiere mangels eigener Flächen in Pferdepensionen untergebracht sind. Hiergegen hat der Steuerpflichtige Revision eingelegt.[4]

 
Wichtig

Einschränkung gilt nicht für Verluste aus landwirtschaftlicher Tierzucht/-haltung

Die Einschränkung gilt nur für Verluste aus gewerblicher Tierzucht oder gewerblicher Tierhaltung, nicht für landwirtschaftliche Tierzucht und Tierhaltung.[5] Die Abgrenzung richtet sich nach R 13.2 EStR.

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