Nach dem Gesetz zur Eindämmung illegaler Betätigung im Baugewerbe sind unter bestimmten Voraussetzungen gem. § 48 EStG 15 % vom Rechnungsendbetrag als Bauabzugsteuer einzubehalten, falls es sich um Bauleistungen handelt und keine Freistellungsbescheinigung vorliegt. Dieser "Abschlag" muss entsprechend in den Schlussrechnungen berücksichtigt und gem. § 48a Abs. 1 EStG bis zum 10. Tag nach Ablauf des Monats, in dem die Zahlung geleistet wurde, an das Finanzamt abgeführt werden. Die Bauabzugsteuer hat keine Auswirkung auf die umsatzsteuerliche Behandlung.

 
Praxis-Beispiel

Bauabzugsteuer

Ein Bauunternehmer, der keine Freistellungsbescheinigung vorlegt, erstellt nachfolgende Rechnung:

 
Netto-Auftragssumme 100.000 EUR
zzgl. 16 % Umsatzsteuer 16.000 EUR
Rechnungsbetrag 116.000 EUR

Der Leistungsempfänger überweist an den Bauunternehmer 98.600 EUR (116.000 EUR abzgl. 15 % = 17.400 EUR). Der einbehaltene Betrag in Höhe von 17.400 EUR ist an das für die Besteuerung des Einkommens des Leistenden zuständige Finanzamt (Finanzkasse) abzuführen.[1]

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