Lineare Abschreibung/Sonder... / 2.1 Gesetzeszweck

Mit  Art. 1 Nr. 2 des Gesetzes zur steuerlichen Förderung des Mietwohnungsneubaus v. 4.8.2019[1] hat der Gesetzgeber zeitlich befristet eine neue Sonderabschreibung – also keine erhöhten Absetzungen – für die Herstellung neuer Mietwohnungen in Form des § 7b EStG eingeführt. Mit Art. 1 Nr. 27 Buchst. e des Gesetzes zur weiteren steuerlichen Förderung der Elektromobilität und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften v. 12.12.2019 wurden der Anwendungsbereich des § 7b EStG auf den Veranlagungszeitraum 2018 erweitert und der Abzug als Werbungskosten ermöglicht. Die Sonderabschreibung kann letztmalig für den Veranlagungszeitraum 2026 geltend gemacht werden. Ziel der Maßnahme ist es[2], möglichst zeitnah private Investoren zum Neubau von Mietwohnungen anzuregen. Die steuerliche Regelung soll ergänzend zu den von den Ländern initiierten Förderprogrammen laufen. Im Rahmen der Wohnraumoffensive sollen insgesamt 1,5 Millionen neue Wohnungen und Eigenheime zusätzlich gebaut werden. Die Sonderabschreibung soll hierzu durch gezielte Förderung des Neubaus von Mietwohnungen beitragen. Bei der Ermittlung der Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung sind bei der Inanspruchnahme des § 7b EStG zusätzlich zur linearen Gebäude-AfA nach § 7 Abs. 4 EStG (Sonder-) Abschreibungsbeträge von den Mieteinnahmen abzuziehen.[3]

[1] BGBl 2019 I S. 1122.
[2] BT-Drucks. 19/4949, S. 9.
[3] § 52 Abs. 15a Satz 1 EStG,

BGBl 2010 I S. 2452.

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