Aufwendungen für Betriebs- und Geschäftsausstattung können aktivierungspflichtig sein oder auch als Aufwand/Betriebsausgaben behandelt werden; bspw. im klassischen Fall von Erhaltungsaufwand. Werden Teile eines Vermögensgegenstands der Betriebs- und Geschäftsausstattung ersetzt, geht die ständige Rechtsprechung von Erhaltungsaufwand aus. Dies wäre bspw. beim Austausch eines (defekten) Motors eines höhenverstellbaren Bürotisches der Fall.

 
Hinweis

Spezielle Aufwandskonten für Reparaturen und Instandhaltungen

Die meisten Kontenrahmen bieten für Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen von Betriebs- und Geschäftsausstattungen spezielle Aufwandskonten an. Im DATEV-Kontenrahmen sind dies insbesondere die Konten 4805 (SKR03) und 6470 (SKR04) mit der Kontobeschriftung "Reparaturen und Instandhaltungen von anderen Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung".

Wird durch die Aufwendungen jedoch die Substanz einer Betriebs- und Geschäftsausstattung vermehrt (Erweiterung) oder über den ursprünglichen Zustand erheblich verbessert (Ausbau), können grundsätzlich nachträgliche Anschaffungskosten vorliegen. Im Falle eines Bürotisches wäre das bspw. der Fall, wenn dieser nachträglich mit einer Funktion ausgestattet wird, die ihn höhenverstellbar macht – auch wenn dies Büromöbel-bautechnisch vermutlich herausfordernd und wirtschaftlich unrentabel wäre.

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