Beschaffungscontrolling / 3.3 SCM-Controlling

Unter der Bezeichnung Industrie 4.0 wird derzeit die vollständige Vernetzung der Abläufe in Entwicklung und Fertigung mit der Warenwirtschaft diskutiert und endlich auch im Mittelstand umgesetzt. Der Beitrag des Beschaffungswesens dazu heißt SCM (Supply Chain Management). Schon seit Jahren wird dabei eine Verbindung hergestellt zwischen den digitalen Systemen des Einkaufs und denen der Lieferanten. Diese verlangt zunächst eine strategische Entscheidung über die enge Zusammenarbeit mit den wichtigsten Lieferanten. Die Kosten dazu sind recht genau bekannt, die Vorteile daraus sind qualitativer Art und müssen festgestellt werden. Nur so kann der Erfolg der Strategie erkannt und gefördert werden.

Dazu werden mehrere operative Kennzahlen zu einem Instrument für die Überwachung des strategischen Erfolges regelmäßig ermittelt und berichtet.

 
Praxis-Beispiel

Digitale Strategie und ihre Auswirkungen

Typische Kennzahlen zur Beurteilung des Erfolges der Strategie, sich mit den Lieferanten zu einer digitalen Informations- und Lieferkette zusammenzuschließen finden sich in der folgenden Tabelle:

 

Bewertung SCM

Kennzahl Wert t1 Wert t2 Wert t3 Bemerkung

durchschn. Lieferzeit

25 Tage 20 Tage 18 Tage muss dramatisch sinken nach Einführung SCM
durchschn. Bestellkosten 250 Euro 210 Euro 210 Euro soll durch SCM sinken, Zusatzkosten des SCM berücksichtigen
durchschn. Lagerwert 7,5 Mio. Euro 7,4 Mio. Euro 6,9 Mio. Euro muss durch SCM sinken, saisonale Schwankungen berücksichtigen
gewichteter Fehlbestand 750.000 Euro 690.000 Euro 600.000 Euro muss durch SCM sinken, Kontrollwert ist die Relation  zum sinkendem Lagerwert
         
         

Grundlage der Berechnung sind nur die Produkte, die bei teilnehmenden Lieferanten gekauft werden.

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