Geschenke, Arbeitnehmer / 3 Unterscheidung Sachbezug und Geldleistung ab 2020

Durch einen ab 2020 neu einzufügenden § 8 Abs. 1 Satz 2 EStG-E soll künftig einerseits die Abgrenzung zwischen Bar- und Sachbezug vereinfacht werden und andererseits auch die Pauschalbesteuerung nach § 37b EStG beschränkt werden. Bislang konnten Geld- und Kreditkarten (bei Gehaltsumwandlung) ggf. als Sachbezug bis 44 EUR pro Monat steuerfrei behandelt werden. Neu ist nun, dass per gesetzlicher Definition festgelegt wird, dass zu den Einnahmen in Geld regelmäßig auch zweckgebundene Geldleistungen, nachträgliche Kostenerstattungen, Geldsurrogate und andere auf einen Geldbetrag lautende Vorteile gehören.

Zu den aufgeführten Geldsurrogaten gehören z. B. auch Kreditkarten und Geldkarten. Damit sind diese Zuwendungen regelmäßig lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtiger Arbeitslohn und können auch nicht der Pauschalbesteuerung nach § 37b EStG unterworfen werden.

Allerdings bringt der Gesetzgeber auch eine Ausnahmeregel für Gutscheine ein. Berechtigen Gutscheine oder Geldkarten allein zum Bezug von Waren oder Dienstleistungen vom Aussteller des Gutscheins, können diese auch weiterhin als Sachbezug im Rahmen der 44 EUR-Grenze steuerfrei gestellt werden.

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