Behinderte Menschen, Vergün... / 1.4.3 Geltendmachung als außergewöhnliche Belastung neben dem Pauschbetrag

Behinderte Menschen können aber auch einerseits für die unmittelbar behinderungsbedingten Aufwendungen den Behinderten-Pauschbetrag in Anspruch nehmen und daneben die nicht laufenden und untypischen mit dem Leiden zusammenhängenden (einzeln nachgewiesenen) Kosten als allgemeine außergewöhnliche Belastungen geltend machen. Bei diesen Aufwendungen ist wiederum die zumutbare Belastung gegenzurechnen. Voraussetzung für eine Berücksichtigung ist allerdings, dass es sich nicht um typische laufende Mehraufwendungen infolge der Behinderung handelt (Verrichtungen des täglichen Lebens, Pflege, Wäsche, da diese bereits mit dem Pauschbetrag abgegolten sind.

Neben dem Pauschbetrag als außergewöhnliche Belastung abziehbar sind alle – auch behinderungsbedingten – Aufwendungen, die weder als laufende noch typische Aufwendungen anfallen, somit alle einmaligen, atypischen, außerordentlichen oder ungewöhnlichen Kosten (z. B. Operationskosten, Heilbehandlungen, Kur-, Medikamenten- und Arztkosten), sowie auch mittelbare behinderungsbedingte Aufwendungen (Fahrtkosten, Aufwendungen für eine Begleitperson), deren Abzug nach § 33 EStG zugelassen ist.

Mit der Inanspruchnahme des Pauschbetrags sind jedoch alle pflegebedingten Aufwendungen abgegolten.

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